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Sergei Wiktorowitsch Lawrow

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Sergei Wiktorowitsch Lawrow
Sergei Wiktorowitsch Lawrow.jpg
Geboren 21. März 1950
Beruf Diplomat
Sergei Lawrow (2022)

Sergei Wiktorowitsch Lawrow (russisch Серге́й Ви́кторович Лавро́в, * 1950) ist ein russischer Diplomat und seit März 2004 der Außenminister der Russischen Föderation. Er ist Mitglied der Partei Einiges Russland[wp].

Laufbahn als Diplomat

Sergei Lawrow (rechts) zusammen mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen John Kerry[wp] (links) auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Jahr 2014

Sergei Lawrow absolvierte ein Studium an der Ostabteilung des Moskauer Staatlichen Instituts für Internationale Beziehungen[wp] (MGIMO). Nach Abschluss seines Studiums im Jahr 1972 trat Lawrow seine erste Stelle als Diplomat in der sowjetischen Botschaft in Sri Lanka[wp] an, das im Mai desselben Jahres von einem britischen Dominion[wp] zu einer sozialistischen Republik wurde. Nach vier Jahren kehrte Lawrow nach Moskau zurück, wo er ab 1976 in der Abteilung für internationale Organisationen im sowjetischen Außenministerium[wp] arbeitete.

Im Jahr 1981 wurde Lawrow für sieben Jahre zur Ständigen Vertretung[wp] der Sowjetunion bei den Vereinten Nationen (UN) nach New York City entsandt, wo er die Ämter des Ersten Sekretärs, Botschaftsrats und zweiten Botschaftsrats bekleidete. Anschließend kehrte er 1988 erneut nach Moskau zurück und wurde stellvertretender Leiter der Abteilung für internationale Wirtschafts­beziehungen und später Direktor der Abteilung für internationale Organisationen und Globale Probleme des sowjetischen Außenministeriums. Dieses wurde im Zuge des Zerfalls der Sowjetunion[wp] im Jahr 1992 in die Strukturen des Außenministeriums der Russischen Föderation[wp] überführt.

Bereits im Jahr 1992 wurde er zum stellvertretenden Außenminister der Russischen Föderation ernannt. Dieses Amt bekleidete er für zwei Jahre und kehrte 1994 als ständiger Repräsentant Russlands bei der UN und als Vertreter Russlands im UN-Sicherheitsrat nach New York zurück. In dieser Funktion machte sich Lawrow mit einer Reihe von internationalen Problemen vertraut. Er nahm unter anderem an den Sitzungen teil, die sich mit den Kriegen in Jugoslawien[wp], dem Irak[wp], dem Nahen Osten[wp], Afghanistan[wp] und dem so genannten Krieg gegen den Terror als Folge der Terroranschläge am 11. September 2001 in New York befassten. In dieser Zeit erlangte Lawrow zunehmend Bekanntheit in der russischen und internationalen Presse.

Vor der russischen Präsidentschaftswahl 2004[wp] wurde Lawrow im Zuge einer Neubildung der russischen Regierung[wp] vom Posten des Botschafters bei den Vereinten Nationen abgezogen und am 9. März 2004 vom russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin als Außenminister in das Kabinett des Minister­präsidenten Michail Fradkow[wp] berufen. Lawrow wurde Nachfolger von Igor Iwanow[wp], der auf den Posten des Sekretärs des Sicherheitsrats der Russischen Föderation[wp] wechselte.

Lawrow bekleidet das Amt des Außenministers[wp] der Russischen Föderation durchgängig seit 2004 und war Mitglied in den Regierungen Fradkow I[wp], Fradkow II[wp], Subkow[wp], Putin II[wp], Medwedew I[wp], Medwedew II[wp] und Mischustin[wp].

Infolge des Stellvertreterkriegs der USA gegen Russland in der Ukraine wird Lawrow auf internationalem Parkett, wie dem Außenminister­treffen in Vorbereitung auf den G20-Gipfel auf Bali 2022[wp], von den Staaten der westlichen Welt gemieden.

Privates

Lawrow ist russisch-orthodoxer Konfession und Ehrenmitglied in der Kaiserlichen Orthodoxen Palästina-Gesellschaft[wp], die Pilgerreisen ins Heilige Land organisiert und russische Interessen im Nahen Osten[wp] vertritt. Er spielt in seiner Freizeit Gitarre, schreibt Gedichte, betätigt sich fußballerisch und unternimmt mit Freunden Wanderungen in der Natur. Er ist starker Raucher.

Sergei Lawrow ist mit Marija Alexandrowna Lawrowa verheiratet. Sie haben eine Tochter und zwei Enkelkinder.

Politisches

Der deutsche Investigativ­journalist[wp] Billy Six verdankt seine Freilassung aus der Haft in Venezuela einer Intervention Lawrows.

Statements

Macron[wp], Starmer[wp] und Ursula von der Leyen haben, nachdem sie aufgehört hatten, von der Notwendigkeit einer "strategischen Niederlage" für Russland zu reden, einen sofortigen Waffenstillstand gefordert. Macron erklärte zudem, dieser Waffenstillstand solle ohne Vorbedingungen erfolgen, damit meinte er, das sagte er öffentlich, dass niemand die Waffenlieferungen an das Kiewer Regime beschränken können soll. Wie man so schön sagt: "Die Mütze brennt", es war sofort klar, wozu sie so einen Waffenstillstand wollten.
– Übersetzt von Thomas Röper[1]
Die Wurzel der Probleme sind die unaufhörlichen Versuche, die Welt in "wir" und "sie", Demokratien und Autokratien, blühende Gärten und Dschungel, diejenigen am Tisch und diejenigen auf der Speisekarte zu spalten. Wenn wir über die Zukunft sprechen, dürfen wir die Lehren der Vergangenheit nicht vergessen, insbesondere in einer Situation, in der der Nationalsozialismus in Europa erneut sein Haupt erhebt und die Militarisierung - unter denselben anti-russischen Parolen - an Fahrt gewinnt. Das ist umso alarmierender, als eine Reihe von Politikern, die in Brüssel und einigen EU- und NATO-Hauptstädten an der Macht sind, ernsthaft beginnen, über einen Dritten Weltkrieg als mögliches Szenario zu sprechen. [...]

80 Jahre später stehen wir vor derselben Frage wie unsere Gründerväter, nur ist sie dringlicher und komplexer geworden, und die Kosten von Fehlern sind gestiegen. Wir befinden uns in einer Ära chaotischen Wandels und unerbittlichen menschlichen Leids. Schauen Sie sich um: Die Prinzipien der UN, die Sie selbst gegründet haben, sind bedroht.

– Auszug aus Lawrows Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen am 27. September 2025[2]
Das Recht der Völker auf Selbst­bestimmung ist Kernstück der Entkolonisierung, die 15 Jahre nach Gründung der UNO und der Verabschiedung der Charta stattfand, als die afrikanischen Völker endlich zu dem Schluss kamen, dass die Menschen, die sie aus den Hauptstädten der Metropolen durch "Aufsichtsbeamte vor Ort" regierten, nicht ihren Interessen entsprachen. So wie die Ultra­nationalisten, die nach dem Februar 2014 in der Ukraine an die Macht kamen. Es war sofort klar, dass sie nicht die Interessen der Menschen auf der Krim, im Donbass und in Noworossija vertreten. Das ist offensichtlich. Es ist klar, dass weder diejenigen früher in der Kolonialzeit noch heute die, die jetzt die Ukraine unter der Leitung der westlichen Herren führen, die Interessen eines Großteils der Bevölkerung nicht vertreten. In der UN-Charta steht, dass die Rechte jeder Person, unabhängig von Ethnie, Geschlecht, Sprache oder Religion, geachtet werden müssen. Die kanonische Religion und die Sprache sind für Russisch­sprachige in der Ukraine verboten. Der Westen "tourt" unter dem Motto "Menschenrechte" durch die Welt und erhebt diese Fahne bei jeder Gelegenheit, indem er Venezuela, Iran, uns, China oder wen auch immer anklagt. In jedem bilateralen oder multilateralen Prozess sagt der Westen immer, dass er die Fackel der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit ist.

Kürzlich sagte Ursula von der Leyen im Hinblick auf die Präsidentschaft von Trump, dass die europäischen Werte - Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit - "enorm bedroht" seien. Dies sagt eine Frau - ich sage zwar Frau, bin mir aber nicht sicher, wie es klingen wird - die die vielen Gesetze zur Ausrottung alles Russischen, die von Selenskijs Nazi-Regime von vor ihm Poroschenkos [Regime], verabschiedet wurden, absolut nicht beachtet. Dabei geht es um Sprache, Medien, Kultur sowie dem Verbot der kanonischen Ukrainisch-Orthodoxen Kirche, einer Schwesterkirche der Russisch-orthodoxen Kirche.

– Moskau, 26. März 2025[3]
Russland war für die afrikanischen Freunde immer ein zuverlässiger, verständnisvoller Freund und Partner. Unsere Freundschaft und Partnerschaft hat eine lange Tradition. Unser Land hat uneigennützig die Afrikaner in ihrem heldenhaften Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit gegen die kolonialen Metropolen unterstützt und beim Aufbau der jungen Staatlichkeit, der Entwicklung der Wirtschaft, der Stärkung der Verteidigungs­kapazitäten, der Ausbildung des nationalen Personals und der Lösung der schwierigsten sozialen Probleme mitgeholfen. Russland setzt sich konsequent für die Stärkung der Position Afrikas in der multipolaren Welt ein, die als objektiver Prozess vor unseren Augen Gestalt annimmt. [...]

Derzeit konzentrieren sich unsere westlichen Kollegen darauf, meinem Land eine "strategische Niederlage" zuzufügen, mithilfe der Ukraine, die sie mit modernsten Waffensystemen vollpumpen, um Angriffe auf Russland zu verüben und ein unverhohlenes Nazi-Regime zu unterstützen. [...]

In diesem Zusammenhang fordern unsere westlichen Kollegen, wenn sie über die Grundsätze der UN-Charta sprechen, die Achtung des Konzepts der territorialen Integrität und vergessen dabei bewusst die anderen Grundsätze der Charta, vor allem die souveräne Gleichheit der Staaten - dieser Grundsatz wurde vom modernen Westen nie beachtet - und natürlich auch die Gleichberechtigung zwischen den Völkern sowie ihr Recht auf Selbstbestimmung. Ich möchte betonen, dass ebendieses Selbstbestimmungsrecht der Völker die Grundlage für die Entkolonialisierung des afrikanischen Kontinents bildete. Es beruht auf Resolutionen der UNO, bei deren Annahme unser Land eine entscheidende und proaktive Rolle gespielt hat. [...]

Ich stimme denjenigen zu, die von Russlands Rückkehr nach Afrika sprechen, obwohl der Begriff 'Rückkehr' einige zweideutige Assoziierungen hervorruft. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion unsere Beziehungen und unser Interesse am afrikanischen Kontinent nachgelassen haben, wofür mehrere Gründe ausschlaggebend waren. Einer davon ist objektiver Natur und Folge der finanziellen Lage der Sowjetunion und der daraus entstandenen unabhängigen Staaten, einschließlich der Russischen Föderation. Die finanzielle Lage war absolut hoffnungslos. Wir waren gezwungen, Botschaften zu schließen, damit das der Außenpolitik zugeteilte Geld ausreicht. Aber der zweite Grund war politischer Natur. Leider glaubte die Führung der Russischen Föderation, nachdem Russland ein souveräner Staat geworden und nicht mehr Teil der Sowjetunioin war, dass die Türen der so genannten "westlichen Zivilisation" für sie offenstanden und dass alles andere irrelevant sei. Dies war ein strategischer Fehler. Das ist inzwischen von allen anerkannt worden, auch auf staatlicher Ebene. Und ich versichere Ihnen, dass dies eine sehr gute Lektion für die derzeitige Generation der russischen Führung und das russische Volk war. Wir sind überzeugt, dass Afrika unser natürlicher Verbündeter ist, wenn es darum geht, gemeinsam dafür zu sorgen, dass die Grundsätze der Gerechtigkeit und Gleichheit in der Welt geachtet werden.

– RT Deutsch, 4. Februar 2025[4]
Frage eines britischen Journalisten:
Zitat: «Ich bin von Skynews.

[...]

Zum Thema Kolonialismus. Inwiefern unterscheidet sich das, was Russland in der Ukraine tut, von dem Kolonialismus, den sie hier kritisieren? Russland hat die Krim annektiert und jetzt versuchen sie, vier östliche Regionen mit Gewalt zu erobern.

Inwiefern unterscheidet sich das vom Kolonialismus?»

Antwort von Lawrow:

Zitat: «Was den Kolonialismus betrifft, so gibt es bei uns viele Sprichwörter und Redensarten, die auf die von ihnen gestellte Frage anwendbar sind. Als Joe Biden im Juni 2021 mit Präsident Putin zusammentraf, begann das Treffen in einem kleinen Kreis, an dem nur Außenminister Anthony Blinken[wp] und meine Wenigkeit mit anwesend waren. Joe Biden hielt ohne Notizen und ohne Text eine Eröffnungsrede und sagte wörtlich folgendes:

"Die Vereinigten Staaten und Russland sind zwei Großmächte. Sie sind nicht besser als wir und sie sind auch nicht schlechter als wir. Sie sind einfach anders. Die Vereinigten Staaten sind entstanden infolge der Migration halbkrimineller Elemente aus England. Sie ließen sich auf ihrem Territorium nieder und lösten das Indianer-Problem[wp]. Danach gab es Probleme mit der Sklaverei und der Migration. Alle, die in die Vereinigten Staaten kamen, angefangen bei den englischen Einwanderern, wurden in einen Schmelztiegel geworfen und dort, unabhängig von ihrer ethnischen und sonstigen Herkunft, zu [US-]Amerikanern umgeschmolzen und kamen aus diesem Schmelztiegel hervor mit der Aufschrift 'Menschenrechte' auf der Stirn."

Russland, ich zitiere hier die Worte von Joe Biden, sei anders geschaffen worden. Wir haben die an das ursprüngliche Moskau angrenzende Gebiete nicht durch Unterdrückung und Zermalung der Völker erschlossen, sondern durch den Zusammenschluss, die Vereinigung mit ihnen bei gleichzeitiger Beibehaltung ihrer Sprachen, Traditionen, Religionen, Kulturen und so weiter. Und jetzt haben wir ein riesiges Land, was flächenmäßig das größte der Welt ist, mit der wahrscheinlich multinationalsten Bevölkerung der Erde und wo diese Multikulturalität bewahrt und vom Staat gefördert wird. Deshalb, so Biden, sei es nicht einfach, ein Land, das zudem über Atomwaffen verfügt, in Einheit zu halten, und er respektiere Präsident Putin dafür, dass ihm dies gelinge.

Er fügte hinzu, dass er sich nicht vorstellen könnte, dass Russland auseinanderfallen werde. Dies war der Fall, als Joe Biden ohne Notizen, ohne Teleprompter und ohne einen Stift, der alles selbst unterschreibt, gesprochen hat.

Ich möchte sie nur darauf aufmerksam machen, dass der Kolonialismus im Völkerrecht heute in Bezug auf diejenigen Staaten angewandt wird, die Kolonien besaßen und deren Kolonien nicht mit ihrer Metropole zusammenleben wollten. Es ist kein Zufall, dass Großbritannien nach dem Dekolonialisierungs­prozess von 1960, der, wie ich bereits sagte, noch nicht abgeschlossen ist, weiterhin unrechtmäßig eine Reihe von Überseegebieten behält, darunter die Kontrolle über den Chagos-Archipel[wp]. Es ist genauso wenig ein Zufall, daß die Generalversammlung 1970 im Konsens eine Erklärung einstimmig verabschiedete.

Großbritannien stimmte dafür, die USA stimmten dafür und alle anderen einschließlich der Europäer. Sie alle stimmten für die Erklärung über die Grundsätze des Völkerrechts, betreffend der freundschaftlichen Beziehungen und der Zusammenarbeit zwischen den Staaten. Dort wurde im Kontext der Gegenüberstellung der Grundsätze der Karte der Vereinten Nationen, vor allem des Grundsatzes der territorialen Integrität und des Grundsatzes des Selbstbestimmungs­rechts der Völker folgendes Urteil gefällt. Alle Staaten sind verpflichtet, die Souveränität und territoriale Integrität derjenigen Staaten anzuerkennen, deren Regierungen das Recht auf Selbstbestimmung achten und die gesamte Bevölkerung vertreten, die auf dem entsprechenden Territorium lebt. Unter den 1960er Jahren erklärten die Völker Afrikas eindeutig, dass die Metropolen London, Paris, Madrid, Lissabon nicht die Interessen der Bevölkerung der entsprechenden Kolonialgebiete vertreten. Und so kam es dann zum Prozess der Dekolonisierung.

Im Jahre 2014 und in den darauffolgenden Jahren nach dem Staats­streichen der Ukraine haben das Volk auf der Krim und danach die Völker von Noworossija und dem Donbass durch Referenden und durch eine offene Willensäußerung entschieden, dass die Kiewer Machthaber, die diese Macht durch einen Staatsstreich an sich gerissen haben, nicht die Bevölkerung dieser Gebiete vertreten. Daher geht es also bei allem Respekt nicht um Kolonialismus oder Annexion, sondern um die vollständige Umsetzung jener Prinzipien, die von der General­versammlung der Vereinten Nationen im Konsens und mit voller Zustimmung aller unserer westlichen Kollegen einschließlich Großbritannien verabschiedet wurden.»

– Russisches Außenministerium, Jahrespressekonferenz mit Lawrow am 20. Januar 2026[5]

Interviews

Zitate

Was weiß man über Sergei Lawrow? In der internationalen Arena kämpft er effizient wie der Terminator für Russlands Interessen und bleibt dabei smooth wie Barry White. Doch eine lustige Seite hat der Mann auch: Zu seinem 75. Geburtstag am 21. März 2025 hat RT DE die besten Sprüche ausgesucht, die er bei seiner Arbeit zum Besten gab, und für Sie lose nach Themenbereichen sortiert.

Beziehungen Russlands mit dem Westen - und dessen betonte Unverbindlichkeit selbst bei völkerrechtlich verbindlich geregelten Angelegenheiten. Kommentar an RT vom 13. März 2025:

Zitat: «Die ganze Geschichte seit dem Jahr 2014 lehrt uns Folgendes: Vorübergehender Waffenstillstand in der Ukraine wurde schon mehrfach verkündet, einschließlich der Minsker Abkommen. Davor die Übereinkünfte, die durch den Putsch im Jahr 2014 zerstört wurden, und die Übereinkommen von Istanbul - sie alle waren mit der Verkündung des Waffenstillstands verbunden. Jedes Mal wurde klar, dass wir angelogen wurden - von den Ukrainern unter dem Schirm ihrer Partner in Europa.»

Derlei Verhalten vom Gegenüber vermag auf Dauer zu leicht anstößiger Ausdrucksweise zu bewegen - Interview an RT Anfang 2022:

Zitat: «Ich ziehe jetzt ungern den Slang heran, aber wir haben da eine Begriffsweise "Bruder sagt - Bruder macht." Und wenigstens derlei einfachste Begriffsweisen sollten auch international gelten.»

Grundsätzlich hat Russlands Außenminister für den kollektiven Westen nicht mehr viel übrig:

Zitat: «Der Westen ... ich weiß nicht, woran der Westen glaubt - wahrscheinlich an niemanden mehr außer Satan.»

Im Jahr 2015, zu Bestrebungen des Westens, Russland zu isolieren:

Zitat: «Heute in der Epoche der Globalisierung, in der Epoche der gegenseitigen Abhängigkeit, ist die Lage so: Falls sie den Eisernen Vorhang fallen lassen, könnten sie sich unverhofft etwas einquetschen.»

Zu Beziehungen mit den USA im Januar 2013:

Zitat: «Ihr Neustart kann nicht ewig andauern. Wenn wir das als einen Ausdruck der IT-Welt nehmen, dann muss doch allen klar sein: Ein ewiger Neustart ist ein Systemdefekt.»

Im Frühling 2017 auf die Äußerung von Rex Tillerson (damaliger US-Außenminister), dass man zwar mit Russland Tango tanzen und etwas davon haben könne, aber nicht mit Lawrow:

Zitat: «Mama verbot mir ja auch, mit Jungs zu tanzen.»

Auf die Frage einer CNN-Journalistin nach seiner Meinung zu Donald Trumps Spruch "einen Star würden die Frauen auch einfach so in ihren Schritt greifen lassen":

Zitat: «Auf beiden Seiten Ihrer Präsidentschaftskampagne finden sich so viele Pussies, dass ich dies lieber nicht kommentiere.»

Im Interview an Tucker Carlson Ende 2024 zu dem kindischen Benehmen des Westens:

Zitat: «Die Europäer rennen sogar davon, wenn sie mich sehen.»

Tja, sehr schade eigentlich ... für Europa (Dezember 2014):

Zitat: «Wir haben Europa nicht verloren, wir können es gar nicht verlieren - es ist Europa, das ohne Russland kein Europa ist.

Russland hat Europa schon mehrfach gerettet ... vor Europa selbst.»

Im Jahr 2014 nach der Beleidigung von Wladimir Putin durch den damaligen ukrainischen Außenminister Andrij Deschtschyzja[wp]:

Zitat: «Seh' ich mir den an, kommt mir ein guter Spruch in den Sinn: "Bist du des Gesangs nicht mächtig, lass die Finger auch vom Wein."»

Moskau im Januar 2017, zu den Versuchen der USA, russische Diplomaten anzuwerben:

Zitat: «Einem unserer Diplomaten hatten US-Geheimdienste bei einem Versuch, ein Anwerbungsangebot zu unterbreiten, 10.000 US-Dollar förmlich ins Auto gestopft. Das Geld wurde von unserer Buchhaltung als Einnahme verzeichnet und arbeitet seitdem zum Wohle des russischen Staates.»

Im Mai 2021: Welches ist denn nun wirklich der älteste Beruf?

Zitat: «Ich bin bereit zur Verteidigung der Ansichtsweise, dass der eine, bekannte Beruf völlig zu Unrecht als der älteste bezeichnet wird. Der älteste Beruf war die Diplomatie - denn man muss sich vorher doch erst darüber einig werden!»

Im Herbst 2014 zu der Aussage, dass Geduld und Hartnäckigkeit in der Diplomatie besonderen Wert haben:

Zitat: «Mich aus der Fassung zu bringen, ist schwer. Aber prüfen Sie es lieber nicht.»

Im Frühjahr 2015 bezüglich der Verhandlungen über das Atomprogramm Irans:

Zitat: «Ich werde nicht für Optimismus bezahlt.»

Auf der Pressekonferenz zum Abschluss der 77. UN-Generalversammlung versteht der Synchronübersetzer die Frage eines russischen Journalisten akustisch nicht und kann sie folglich nicht übersetzen. Journalisten anderer Länder regen sich auf. Lawrow:

Zitat: «Sie verstehen kein Russisch? Dann wird es Zeit, dass Sie es lernen!»

Dieser Vorfall machte Lawrow zum Helden in der Volksrepublik China. Lawrow selbst spricht neben Russisch auch Englisch, Französisch und Singhalesisch frei.

[6]

Netzverweise


  1. Thomas Röper: Die politische Woche in den USA: Die Sanktionen könnten Trumps wichtigste Errungenschaften treffen, Anti-Spiegel am 27. Oktober 2025
  2. Thomas Röper: UN-Generalversammlung: "Lawrow nannte die Wurzel aller globalen Probleme", Anti-Spiegel am 29. September 2025
    Anreißer: Die UN-Generalversammlung war letzte Woche das außenpolitisch beherrschende Thema. Hier zeige ich, wie in Russland darüber berichtet wurde.
  3. Von der Leyen will Kiews Gesetze zur Ausrottung alles Russischen nicht sehen, RT Deutsch am 27. März 2025
    Anreißer: Die derzeitige ukrainische Führung vertritt nicht die Interessen eines Großteils der Bevölkerung des Landes. Dazu gehören die Einwohner der Krim, des Donbass und von Noworossija, sagte der russische Außenminister Sergei Lawrow in einem Interview.
    Lawrow wies auch darauf hin, dass die Vorsitzende der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, Gesetze zur Ausrottung alles Russischen, die von den Regimen von Wladimir Selenskij und vor ihm von Petro Poroschenko verabschiedet wurden, absolut nicht beachtet.
  4. Lawrow: Die Hinwendung der russischen Außenpolitik zum Westen war ein Fehler, RT Deutsch am 5. Februar 2025
    Anreißer: Russlands Außenminister Sergei Lawrow hat die Hinwendung der russischen Außenpolitik zum Westen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion[wp] als einen strategischen Fehler bezeichnet. Dies sagte er am 4. Februar bei der Eröffnung der Abteilung für Partnerschaft mit Afrika.
    "Leider glaubte die Führung der Russischen Föderation, nachdem Russland ein souveräner Staat geworden und nicht mehr Teil der Sowjetunion war, dass die Türen der so genannten 'westlichen Zivilisation' für sie offenstanden und dass alles andere irrelevant sei", so Lawrow.
    Dies sei ein "strategischer Fehler" gewesen, was mittlerweile auch auf höchster staatlicher Ebene erkannt worden sei, so der Chefdiplomat. Zugleich betonte er, dass es "eine sehr gute Lektion für die derzeitige Generation der russischen Führung und das russische Volk war", aus der man seine Lehren gezogen habe.
    Die Abteilung für Partnerschaft mit Afrika, die das Außenministerium am Dienstag präsentierte, wird sich auf die Umsetzung der vom russischen Präsidenten Wladimir Putin gestellten Aufgaben konzentrieren. Dabei werden die Vereinbarungen berücksichtigt, die Putin im Rahmen des Russland-Afrika-Forums mit den afrikanischen Partnern erzielt hatte. Überdies plant die Abteilung den Ausbau der Zusammenarbeit mit solchen Organisationen wie der Afrikanische Union.
    Auf der Sitzung der 14. Nahostkonferenz des russischen Diskussionsforums Waldai sagte Lawrow auch, dass "Versuche, Russland, China und den Iran aus dem Prozess der externen Unterstützung der syrischen Lösung auszuschließen, sicherlich nicht durch gute Absichten motiviert sind, sondern offenbaren das Ziel des Westens, seine Konkurrenten in die unterste Position zu drängen."
    Foreign Minister Sergey Lavrov's remarks at a presentation of the Department for Partnership with Africa, Moscow, February 4, 2025, mid.ru
  5. Youtube-link-icon.svg Lawrow zerlegt britischen Reporter von Sky News und antwortet auf seine freche und anmaßende Frage - Russische Welt TV (21. Januar 2026) (Länge: 8:10 Min.)
  6. Russlands Chefdiplomat hat Geburtstag - beste Zitate von Sergei Lawrow, RT Deutsch am 21. März 2025
    Anreißer: Dieser Mann braucht keine Vorstellung: In der internationalen Arena ist er edel wie König Artus und kann dabei in seiner Rhetorik brutaler sein als ein Tyrannosaurus Rex. Doch wie die meisten von uns hat auch Sergei Viktorowitsch Lawrow auch eine lustige Seite. Und welche Gelegenheit, um diese vorzustellen, wäre besser als sein 75. Geburtstag?