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Westliche Zivilisation

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Der Begriff westliche Zivilisation bezeichnet summarisch die von Angehörigen der Nationen der so genannten westlichen Welt[wp] erbrachten technischen, wissenschaftlichen, kulturellen und moralischen Leistungen, die zur Schaffung und Verbesserung der gesellschaftlichen und materiellen Lebensbedingungen, sowohl in ihren eigenen Herkunftsländern als auch weltweit, geführt haben.

Begriffskritik

Der Begriff westliche Zivilisation ist aus semantischer Sicht insofern irreführend und unpräzise, als der Wortbestandteil westlich im Sinne von der so genannten westlichen Welt zugehörig nicht eindeutig definierbar ist, weil es hierzu je nach Perspektive - historisch, geographisch, kulturell, (geo-)politisch - verschiedene Definitionen gibt. Der Terminus europäische Zivilisation wäre treffender, weil er sowohl alle bedeutenden europäischen Kulturnationen (Deutschland, Italien, Griechenland, Russland, Frankreich, Niederlande, Großbritannien), unabhängig von der Frage ihrer Zugehörigkeit zur westlichen Welt, als auch die neoeuropäischen Staaten - mit einer Amtssprache, Kultur und/oder (bedeutendem) Bevölkerung(santeil) europäischen Ursprungs - auf dem amerikanischen Doppelkontinent (USA, Kanada, Argentinien, Kuba, Uruguay, Costa Rica, Brasilien), Ozeanien (Australien, Neuseeland) und Afrika (Südafrika) inkludieren würde.

Es gibt also gute Gründe, den Begriff "westliche Zivilisation" als Verkürzung von "westeuropäische Zivilisation" zu verstehen, ähnlich wie die geläufige Verkürzung von "US-amerikanisch" zu "amerikanisch".

Hintergrund

Zitat: «Die westliche Zivilisation kann nur gerettet werden, wenn das Frauenwahlrecht wieder abgeschafft wird.» - Caroline Sommerfeld[wp][1]


Der britische Historiker Niall Ferguson[wp] benennt in seinem Buch Der Westen und der Rest der Welt (2011) sechs Faktoren, die den Westen zu dem gemacht haben, was er heute ist:

  1. Wettbewerb[2]
  2. Wissenschaft
  3. Eigentumsrechte
  4. Medizin
  5. Konsumgesellschaft[wp]
  6. (Protestantische[wp]) Arbeitsethik[wp]

Der Präsident der Russischen Föderation Putin sagte über die westliche Zivilisation und die russischen Hoffnungen diesbezüglich an dem Zerfall der Sowjetunion[wp]:

Zitat: «Ich habe das schon oft gesagt, aber ich denke, es ist wichtig, es zu wiederholen. Unmittelbar nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion glaubten wir, schnell Mitglieder der so genannten zivilisierten Familie der europäischen Nationen, der zivilisierten westlichen Familie insgesamt, zu werden. Heute zeigt sich, dass es dort keine Zivilisation gibt, nur völligen Verfall. [...]

Damals schien uns, dass das gut ist, und dass wir ein vollwertiges, gleichberechtigtes Mitglied dieser Familie werden würden. Nichts dergleichen ist geschehen, verstehen Sie, worum es geht? Nichts dergleichen; wir sind kein gleichberechtigtes Mitglied dieser Familie geworden.

Nein, im Gegenteil, sie haben Russland weiterhin von allen Seiten unter Druck gesetzt, und zwar immer stärker. Praktisch alles, was Russland betraf, wurde aus einer Position der Stärke heraus entschieden. Man klopfte uns zwar auf die Schulter, lud uns zu diversen Veranstaltungen ein, doch der Westen verfolgte seine Interessen in Russland mit Gewalt, einschließlich Waffengewalt.

Ja, was denn? Die Unterstützung von Separatismus und Terrorismus wurde auch mit Waffengewalt demonstriert: Sie haben die Terroristen mit Waffen und Geld versorgt und sie haben ihnen umfassende politische und mediale Unterstützung geleistet. Auch wirtschaftliche Beschränkungen wurden verhängt, das ist ebenfalls massiver Druck, und was für einer.

Ich persönlich erinnere mich sehr gut daran. Als wir sagten: "Selbstverständlich sind wir verpflichtet, unser Land vor Terrorismus zu schützen", hieß es: "Nein, macht, was Ihr wollt, aber dies und jenes dürfet Ihr nicht tun, sonst erhaltet Ihr keine Kredite oder veriert irgendwelche Vorzüge." Das war direkter, massiver Druck, Beschränkungen im Bereich der Wirtschaft.

Destruktive Mittel wurden auch eingesetzt, um die russische Innenpolitik zu beeinflussen und Russland von innen heraus zu destabilisieren, ganz gezielt. Wie wir es auch in einigen anderen Ländern sehen, wurden Instrumente geschaffen und eingesetzt, um die innenpolitische Lage zu destabilisieren.

Und natürlich galt von dem, was in der Nachkriegszeit geschaffen worden war, nichts mehr. Alles begann sich sehr schnell zu verschlechtern, und sie haben begonnen, sämtliche Regeln und die UN-Charta zu ignorieren. Die Ereignisse in Jugoslawien, was war das? Wo war dort die UN-Charta, wo war das Gewaltverbot? Wir haben oft darüber gesprochen, aber das ist doch eine Tatsache: Nichts galt, sie haben einfach getan, was sie für nötig hielten. Wenn es ihnen gelang, die Lage zu ändern und eine Abstimmung zu erzwingen, gut. Wenn nicht, war es ihnen wurscht und sie haben direkte Waffengewalt eingesetzt. Und am Ende haben sie Jugoslawien und die Serben zerrissen, sie haben ein einiges Volk in verschiedene Regierungen zerissen, und das war's.

Im Ergebnis - ich will die NATO-Erweiterung gar nicht erst erwähnen, obwohl das offensichtlich ist - sagen sie uns noch heute: Ihr habt kein Recht, irgendjemanden zu zwingen, seine Sicherheits­probleme so zu lösen, wie ihr es wollt, oder ihm das Recht zu nehmen, das zu tun, wie sie es wollen.

Wir nehmen niemandem irgendwelche Rechte. Und wir fordern von niemandem etwas Besonderes. Wir bestehen lediglich darauf, dass die uns gegebenen Versprechen eingehalten werden. Es wurde öffentlich erklärt, dass es keine Osterweiterung der NATO geben würde. Und? Es war ihnen völlig wurscht, und eine Erweiterungswelle folgte der anderen. Wir fordern nichts Besonderes, ich wiederhole es, wir bestehen darauf, dass die uns gegebenen Versprechen eingehalten werden.

Ich denke, jeder hier im Raum versteht, dass Abkommen mit der Sowjetunion etwas anderes waren als mit dem modernen Russland nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Sie haben unsere Interessen schlichtweg ignoriert.

Das führte schließlich zum Staatsstreich in der Ukraine. Welche Demokratie soll das sein, die sie uns jahrzehntelang als solche verkauft haben? Einfach ein bewaffneter Putsch. Sie hätten wählen lassen klnnen, wie ich schon hundertmal gesagt habe, sie hätten die Wahlen gewonnen, nichts stand dem im Weg, sie hätten mit Sicherheit gewonnen. Nein, sie haben einfach ihre Stärke demonstriert, und das war's.

Und dann begannen sie, den Südosten, die südöstlichen Regionen, mit Gewalt zu unterdrücken und entfesselten praktisch einen Krieg. Nicht wir haben den Krieg 2022 begonnen, das waren die destruktiven Kräfte in der Ukraine mit Unterstützung des Westens, im Grunde hat der Westen selbst diesen Krieg entfesselt. Wir versuchen lediglich, ihn zu beenden, ihn zu stoppen. Zuerst versuchten sie es mit friedlichen Mitteln, durch die Verhandlungen in Minsk, wie Sie sich erinnern, aber dann waren wir gezwungen, die militärische Komponente zu nutzen, weil wir verstanden haben, dass sie uns betrogen haben. Und dieser Betrug wurde aufgedeckt: Ohne jede Scham erklärten hochrangige Vertreter öffentlich, dass sie nicht vorhatten, irgendetwas umzusetzen, sondern lediglich eine Pause eingelegt haben, um die ukrainischen Streitkräfte[wp] mit Waffen und Ausrüstung auszustatten. Sie haben den Staatsstreich inszeniert und begannen dort Kampfhandlungen. Ich bin sicher, dass sie den Krieg absichtlich herbeigeführt haben.

Präsident Trump sagt, wäre er damals Präsident gewesen, wäre all das nicht geschehen. Möglicherweise ist das so. Denn die Vorgänger­regierung [unter Präsident Biden] hat die Dinge bewusst in einen bewaffneten Konflikt getrieben. Und ich denke, der Grund dafür ist klar. Alle glaubten, Russland in kurzer Zeit zerstören und zerschlagen zu können, und die "europäischen Ferkel" haben sich den Bemühungen der vorherigen US-amerikanischen Regierung sofort angeschlossen, in der Hoffnung, vom Zusammenbruch unseres Landes zu profitieren: etwas in früheren historischen Epochen Verlorenes zurückzuerobern und zu versuchen, eine Revanche zu erhalten. Wie nun für alle offensichtlich ist, sind all diese Versuche, all diese zerstörerischen Pläne gegen Russland vollständig gescheitert, vollständig.»[3]

Einzelnachweise

  1. Caroline Sommerfeld: Zivilisationsrettung? Phylomasochismus?, Sezession am 17. Juli 2017
  2. Bedeutungen:
    1. Rivalität[wp]: Wettbewerb um Ansehen, Macht oder Zuneigung
    2. Wettbewerb[wp] verschiedener Anbieter (in der Wirtschaft) um Kunden bzw. Aufträge
    3. Wettkampf[wp]: Wettbewerb in Sport, Spiel oder Kultur zur Erlangung einer Auszeichnung, eines Preises oder Ähnlichem
  3. Übersetzt aus dem Russischen von Thomas Röper: Putins Rede vor der Militärführung: Putin im O-Ton über den Ukraine-Konflikt und die europäischen Eliten, Anti-Spiegel am 17. Dezember 2025
    Anreißer: Heute hat Präsident Putin seine jährliche Rede vor der Führung des russischen Verteidigungsministeriums gehalten und ich werde die wichtigsten Teile in zwei Artikeln übersetzen. Im ersten Teil ging es um Putins einleitende Rede, in diesem zweiten Teil übersetze ich seine Schlussbemerkungen.

Querverweise

Netzverweise