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Mohssen Massarrat
| Mohssen Massarrat | |
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| Geboren | 14. Mai 1942 |
| Beruf | Wissenschaftler |
Mohssen Massarrat (* 1942) ist ein iranischer emeritierter Professor für Politik[wp] und Wirtschaft[wp] am Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück[wp] mit den Forschungsschwerpunkten Naher[wp] und Mittlerer Osten[wp], Energie[wp], Friedens-[wp] und Konfliktforschung, sowie Nord-Süd-Konflikt[wp] in Deutschland. Massarrat war Vertrauensdozent der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Heinrich-Böll-Stiftung, seit 2002 ist er Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats von Attac Deutschland[wp].[1]
Privates
Er wurde im Iran geboren und lebt seit 1961 in der Bundesrepublik Deutschland.
Berufliche Laufbahn
Massarrat zog 1961 nach Deutschland, wo er die deutsche Sprache studierte und Praktika in diversen Industrie- und Bergwerkbetrieben[wp] absolvierte. Massarrat studierte von 1962 bis 1967 Bergbau an der Bergakademie Clausthal[wp] und an der Technischen Universität Berlin[wp] und schloss sein Studium als Diplom-Ingenieur ab. Nach dem Abschluss studierte er Wirtschafts- und Politikwissenschaft an der TU Berlin und an der Freien Universität Berlin[wp]. 1974 wurde er an der FU zum Dr. rer. pol. promoviert[wp].
Massarrat fungierte 1974/75 als wissenschaftlicher Assistent am Fachbereich Politikwissenschaft der FU Berlin und übte in unmittelbaren Anschluss bis 1982 eine entsprechende Tätigkeit an der Universität Osnabrück aus. Er habilitierte[wp] sich 1982 im Fach Wirtschaftswissenschaften/Internationale Wirtschaftsbeziehungen und hatte anschließend eine Professor für Politikwissenschaft am Fachbereich Sozialwissenschaften inne. Massarrat übte von April 2000 bis Oktober 2001 die Funktion des Dekan des Fachbereichs Sozialwissenschaften und von Oktober 2001 bis März 2004 diejenige des Pro-Dekans aus. Nach dem Wintersemester 2007/08 trat er in den Ruhestand.[2]
Forschungsschwerpunkte
Massarrat befasst sich hauptsächlich mit Themen der Politischen Ökonomie[wp], dabei unter anderem mit sozialökologischer[wp] Ökonomie, nachhaltiger Entwicklung, Demokratie und internationalen Wirtschaftsbeziehungen/Globalisierung.
Werke (Auswahl)
- Braucht die Welt den Finanzsektor? Postkapitalistische Perspektiven. VSA Verlag, 2017, ISBN 978-3-89965-725-8.
- Kapitalismus, Machtungleichheit, Nachhaltigkeit : Perspektiven zu revolutionären Reformen. Hamburg 2003, ISBN 978-3-89965-142-3.
- Iran : Krieg oder Frieden? : Bürger- und Bürgerinnen-Information. Köln 2005, ISBN 978-3-88906-118-8.
- Das Dilemma der ökologischen Steuerreform : Plädoyer für eine nachhaltige Klimaschutzpolitik durch Mengenregulierung und neue globale Allianzen. Marburg 2000, ISBN 978-3-89518-254-9.
- Mittlerer und Naher Osten : eine Einführung in Geschichte und Gegenwart der Region. Münster 1996, ISBN 978-3-929440-73-7.
- Rohstoffpreise und monostrukturelle Ökonomien. Osnabrück 1988.
- Weltenergieproduktion und Neuordnung der Weltwirtschaft : die Weltarbeitsteilung und die Neuverteilung des Reichtums in der Welt. (Habil. Schrift) Frankfurt/Main 1980, ISBN 978-3-593-32629-0.
Standpunkte
| Zitat: | «Der Zweck des neuen Kampfbegriffs "Islamofaschismus" liegt auf der Hand: Alle westlichen, in "christlich-jüdischer" Tradition stehenden Demokratien sollen endlich die Gefahr eines neuen weltumspannenden, eben islamischen Faschismus erkennen und USA und Israel, die an vorderster Front gegen diese Gefahr ihren präventiven Krieg führen, nicht allein lassen, sondern sie unterstützen, notfalls auch beim Einsatz von Atomwaffen gegen den Iran, der als die Speerspitze des "islamischen Faschismus" gilt.»[3] |
Interview
- Mohssen Massarrat: "Brauchen wir den Finanzsektor?"[archiviert am 9. Oktober 2017], 4. Oktober 2017, 15:04 Min.
- Inteview mit dem Politik- und Wirtschaftsexperten Mohssen Massarrat zum Thema "Brauchen wir den (spekulativen) Finanzsektor?"
- Interview mit Prof. Dr. Mohssen Massarrat[archiviert am 25. August 2010], Islamic Republic of Iran Broadcasting[wp] am 5. Juli 2010
Einzelnachweise
- ↑ Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates[archiviert am 13. Juli 2018], Attac
- ↑ http://mohssenmassarrat.weebly.com/german2.html
- ↑ Mohssen Massarrat: Die Parole "Islamofaschismus", Ossietzky am 4. August 2008
Netzverweise
- Persönliche Homepage
- Wikipedia führt einen Artikel über Mohssen Massarrat
Warum das Imperium jetzt alles riskiert – Mohssen Massarrat - Patrik Baab - Gegen den Strom (31. Mai 2026) (Länge: 75:26 Min.)
- Prof. Dr. Mohssen Massarrat lehrte Politik und Wirtschaft an der Universität Osnabrück und gilt als einer der profiliertesten Kritiker der US-Hegemonialpolitik. In seinem Buch „Anatomie der US-Hegemonie" analysiert er die tiefgreifende Krise der gegenwärtigen Weltordnung und stellt eine provokante These auf:
- Befinden wir uns am Vorabend eines neuen Zeitalters oder am Abgrund eines globalen Konflikts, weil eine untergehende Supermacht ihre Felle davonschwimmen sieht?
- Im Gespräch geht es um:
- Anatomie der US-Hegemonie: Warum die USA wie ein globales Monopolunternehmen agieren
- Den Petrodollar-Mechanismus: Wie Washington seine Kriege durch die Weltgemeinschaft finanzieren lässt
- Iran als Störfaktor: Warum Sanktionen oft nur das Vorspiel für Kriege sind
- Asymmetrische Kriegführung: Wie der Iran mit günstigen Raketensystemen westliche Überlegenheit herausfordert
- Die Rolle Israels: Professor Massarrat sieht Israel als „militärischen Arm" der USA im Mittleren Osten
- Globale Umverteilung: Warum jährlich Billionen aus dem globalen Süden in den Norden fließen
- Multipolarität: Warum der Aufstieg Chinas die einzige Chance für eine demokratischere Weltordnung ist
- "Ich finde es unerhört, dass ein Staat die Technik der gezielten Tötung so präzise entwickelt hat, dass er einfach die Führungselite eines anderen Landes abschießen kann." – Prof. Mohssen Massarrat
- Seine zentralen Thesen:
- Donald Trump ist kein Zufall, sondern Symptom einer tiefen Krise der US-Macht
- Der „Trittbrettfahrer-Imperialismus" der Europäer hat einen hohen Preis: Gehorsam und Gefolgschaft
- Eine gerechte Weltordnung ist nur durch die Überwindung der US-Hegemonie möglich
- Ein Gespräch über Geopolitik, den Kampf um Rohstoffe und die Frage, ob Europa den Mut zur Souveränität findet.
- Hier finden Sie das Buch "Anatomie der US-Hegemonie: Vom amerikanischen Zeitalter zur multipolaren Welt" von Prof. Dr. Mohssen Massarrat
- Kapitel:
- 00:00 – „Ein unvorstellbarer Schlag“: Warum der Iran-Konflikt die US-Macht erschüttert.
- 01:25 – Anatomie der US-Hegemonie: Die Weltordnung in der tiefen Krise.
- 02:50 – Das Phänomen Donald Trump: Symptom eines nervösen Imperiums.
- 05:35 – Israel als „militärischer Arm“: Die geostrategische Rolle im Mittleren Osten.
- 08:35 – Die Dreckarbeit für den Westen: Warum die Ölstaaten gespalten bleiben sollen.
- 11:30 – Neokoloniale Ölpolitik: Die Geschichte der Preismanipulation von 2$ bis 100$.
- 14:15 – Geheime Agenden: Die unterschiedlichen Ziele von Washington und Tel Aviv.
- 18:15 – Mossadegh[wp] bis heute: Warum der Iran seit 1953 ein „Störfaktor“ ist.
- 22:10 – Das Atombomben-Märchen: Wie Netanjahu US-Präsidenten in den Krieg ziehen will.
- 26:00 – Gezielte Tötung als Normalität: Ein gefährlicher Präzedenzfall für das Völkerrecht.
- 28:30 – Das unterschätzte Widerstandskapital: Warum Sanktionen den Iran nicht brechen.
- 32:20 – Asymmetrische Kriegführung: Wie billige Raketen die US-Militärmacht vorführen.
- 37:25 – Die Rolle Pekings: Wie China vom Ende der US-Dominanz profitiert.
- 38:50 – Der Petrodollar-Mechanismus: Wie die Welt die US-Rüstungsindustrie finanziert.
- 44:30 – Die Achillesferse des Irans: Das Ringen zwischen Ost-Orientierung und Handelselite.
- 51:55 – Der Tiefe Staat: Warum US-Politik immer gegen multipolare Weltordnungen arbeitet.
- 54:40 – Die Sprache des Faschismus: Wenn Präsidenten mit Vernichtung drohen.
- 57:30 – Washington als Monopolunternehmen: Wie IWF und Weltbank den globalen Süden kontrollieren.
- 1:02:45 – 17 Billionen Dollar Umverteilung: Die unsichtbare Ausbeutung des Südens.
- 1:06:20 – Trittbrettfahrer-Imperialismus: Warum Europa für seinen Wohlstand gehorcht.
- 1:11:00 – Der Weg zur Souveränität: Kann der Euro die Vorherrschaft des Dollars brechen?
- Friedensaktivist Mohssen Massarrat verlässt Osnabrück, Osnabrücker Zeitung am 8. Juni 2011
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