Jugendschutz Die Bericht­erstattung WikiMANNias über Vorgänge des Zeitgeschehens dient der staats­bürgerlichen Aufklärung. Unterstützen Sie eine einzig­artige Webpräsenz, die in Deutschland vom Frauen­ministerium als "jugend­gefährdend" indiziert wurde. Donate Button.gif

Ivo Sasek

Aus WikiMANNia
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Hauptseite » Personen-Portal » Ivo Sasek

Ivo Sasek
Ivo und Anni Sasek
Geboren 10. Juli 1956
Beruf Techniker, Prediger
Ehegatte Anni Sasek
URL familie-sasek.ch

Ivo Sasek (* 1956) ist ein Schweizer Prediger und Autor religiöser Schriften. Er ist Gründer des Familien­hilfs­werkes Organische Christus-Generation (OCG), Organisator der Anti-Zensur-Koalition (AZK)[1] und Urheber von Medien-Klagemauer.TV (kla.tv).[2]


Ivo Sasek im Kreise seiner Familie.


Berufliches

Ivo Sasek ist ausgebildeter Automechaniker. Er war nach seiner Ausbildung als Autoverkäufer in einem Großbetrieb tätig. Er gab seinen Beruf 1978 auf, um sich ausschließlich als Laien­prediger zu betätigen. Er besuchte von 1979 bis 1982 die Bibelschule New-Life in Walzenhausen mit einem neun­monatigen Missions­aufenthalt in Indien und Nepal.

Sasek gründete die Rehabilitations­arbeit "Obadja" für Drogen-, Alkohol­abhängige und psychisch leidende Menschen und leistete über 16 Jahre lang kostenlose Sozial- und Rehabilitations­arbeit. Auf Grundlage dessen entstand die prophylaktische Arbeit mit Hilfe­suchenden in Form einer internationalen Familienhilfe.

Ivo Sasek ist gegenwärtig als Autor von Büchern und Lehrschriften, Regisseur und Drehbuch­autor von Musicals und Spielfilmen, sowie Prediger tätig. Seine Predigten werden in viele Sprachen übersetzt.

Privates

Im Dezember 1983 heiratete er Anni (* 1962), mit der er heute elf Kinder hat.[3]

Wirken

Logo-OCG.png

Die bedeutsamsten Gründungen von Ivo Sasek sind:

  • 1998 "Organische Christus-Generation"[ext] (OCG) - eine internationale Familienhilfe
  • 2008 "Anti-Zensur-Koalition" (AZK) - eine internationale Plattform für unzensierte Berichterstattung
  • 2012 "Klagemauer.TV" (Kla.TV) - Internet TV-Portal in 42 Sprachen
  • 2012 "Stimme und Gegenstimme"[ext] (S&G) - Hand-Express-Zeitschrift mit Gegenstimmen zum aktuellen Weltgeschehen


Die wichtigste Gründung ist die 1998 ins Leben gerufene "Organische Christus-Generation" (OCG):

Eigendarstellung: «Was meint organisch?

Organisch meint: lebendig und existenziell miteinander verwachsen. Die landläufige Meinung, die Menschheit bestünde aus lauter voneinander unabhängigen Individuen, stimmt nicht. Wie unser menschlicher Körper aus vielen verschiedenen Organen besteht, zusammen aber doch nur einen Leib bildet, so ist auch die Menschheit beschaffen. Als miteinander geistig verwachsener Organismus funktionieren wir daher nach organischen Gesetz­mässigkeiten und Prinzipien. Wir sind alle miteinander schicksals­vereint.


Was meint Christus-Generation?

Christus bedeutet: "Geistgelebter, Geistgewirkter, Geistbefähigter". Christus-Generation meint darum, dass wir gerade als lebendiger Organismus neu aus Christus generiert (hervor­gebracht) werden. Ein Körper ohne Geist ist tot. Wir bekennen uns als Organismus, der von dem Auferstandenen, Jesus Christus, bewohnt, gelenkt und gelebt wird. Er ist das Haupt, wir seine Glieder.


Was ist das Ziel der OCG?

Ziel der OCG ist das organische Zusammenwirken aller Völker. Die OCG will als Prototyp eines international funktionierenden Organismus zur weltweiten Nachahmung anregen.


Muss man Mitglied werden, damit das funktioniert?

Die Menschheit ist bereits von ihrer Erschaffung an OCG, darum funktioniert sie auch erst wieder richtig, wenn sie sich wieder als Organismus Gottes begreift. Gott wohnt mit all seinen Fähigkeiten und Kräften bereits in jedem Menschen drin, will aber als Haupt über seinem Leib erwünscht und erbeten sein. Durch unser organisches Vorbild wollen wir allen die Angst vor dieser wunderbaren Vereinigung nehmen.»[4]

Vorträge

Kritik

Ivo Saseks Bewegung untersteht keinem Dachverband, eine Zusammenarbeit mit anderen christlichen Gemeinden findet nicht statt. Seine Lehre richtet sich dennoch im Ursprung an der evangelikalen Tradition aus. Er weicht jedoch vor allem in seinem Offenbarungs­verständnis ab: So gilt nicht nur die Bibel als von Gott inspiriert, sondern auch nachfolgend all diejenigen Schriften, die von göttlich inspirierten Personen geschrieben worden sind.[7] Diesen und der Bibel muss laut Sasek im Leben Gehorsam geleistet werden. Ivo Sasek selbst sieht sich in der vollen Einheit mit Gottes Willen, so dass sein Wort als Gottes Wort gilt: "Wer mir jetzt nicht gehorcht, gehorcht dem Herrn nicht!"[8] Saseks Lehren werden von Landeskirchen und Freikirchen kritisiert, weil sie Elemente enthalten, die nicht der Auffassung der traditionellen und zeitgeist-konformen Großkirchen entsprechen. Des Weiteren wird Ivo Saseks Gruppierung von vielen Aussteigern und Landes­kirchen sogar als gefährliche Sekte bezeichnet.[9]

Saseks ältester Sohn, Simon Sasek, gehört zu den Aussteigern aus der OCG. Er arbeitete bis 2016 ehrenamtlich und vollzeitlich für seinen Vater an dessen Lebenswerks.[10]

Zitat: «Im August 2016 verliess ich die in rechtsradikalen Kreisen bestens vernetzte und politisch aktive religiöse Sekte[anm 1] meiner Eltern und wurde damit selbst zum Sündenbock. Die Art, wie mehreren tausend Kult­mitgliedern heute der Kontakt zu mir als "Pestträger" untersagt ist, erinnert an René Girards[wp] Sünden­bock­theorie[wp][11]

Simon Sasek geht es mit seinen aufklärerischen Videos nicht um einen öffentlichen Machtkampf mit seinem Vater. Die Motivation für sein Engagement beschreibt er so:

Zitat: «Ich habe durch unsere Geschichte gelernt, wie es sich anfühlt, wenn man als Andersdenkender verteufelt und auf undankbarste Weise ausgegrenzt wird. Die offene Gesellschaft hat uns danach aufgefangen und uns ein freieres und besseres Leben ermöglicht. Ich bin dafür sehr dankbar und möchte mich darum engagieren, damit auch andere diese Möglichkeit bekommen.»[12]

Kontroversen

Zitat: «Der Auftritt der deutschen Holocaust-Leugnerin Sylvia Stolz in der Churer Stadthalle von vergangenem November führt zu einem Strafverfahren. Der Berner Anwalt Daniel Kettiger hat Anzeige wegen Wider­handlung gegen die Rassismus-Strafnorm bei der Staats­anwaltschaft Graubünden eingereicht, wie die "Südost­schweiz" auf ihrer Internetseite am Donnerstag schreibt.

Rechtsanwalt Daniel Kettiger richtet seine Strafanzeige sowohl gegen die Rednerin Sylvia Stolz wie auch gegen Ivo Sasek, Organisator der Konferenz der Anti-Zensur-Koalition. Dies, weil er "als verantwortlicher Moderator" es unterlassen habe, "Frau Stolz das Wort zu entziehen", als diese über längere Dauer "offensichtlich[wp] Leugnung des Holocausts" betrieben habe.

In seiner Anzeige verweist Kettiger auf jene Vortrags­passage, in der Stolz kritisiert, der Holocaust sei noch nie vor Gericht bewiesen worden. Stolz fährt dann fort: Es würden "die Feststellungen über die Tatorte, Tötungs­methoden, Anzahl der Toten, Tatzeiträume, Täter, Leichen oder Spuren eines Mordes" fehlen. Weiter auch über "Zeugen­aussagen, Dokumente oder sonstige Beweismittel". Und es gäbe auch keine Beweise für eine national­sozialistische "Absicht, die Judenheit ganz oder teilweise zu zerstören", ebenso für "Beweise, Pläne und Befehle", wie es im Bericht heißt.

Das Referat des Anstosses fand während der 8. Anti-Zensur-Koalition (AZK) in der Churer Stadthalle statt. Am Anlass vom 24. November 2012 nahmen laut Angaben der Organisatoren über 2.000 Gäste teil. Ivo Sasek aus Walzenhausen AR ist Veranstalter und Gründer der AZK sowie der christlichen Sekte "Organische Christus-Generation". Er lädt jedes Jahr(!) Antisemiten(!!), Sektenführer(!!!), Verschwörungs­theoretiker(!!!!) und Impfgegner als Redner ein.»[13]

Zitat: «Der Walzenhauser Gründer der Organischen Christus-Generation und Anti-Zensur-Koalition ist wegen des Auftritts einer deutschen Holocaustleugnerin in Chur gebüsst worden. Die Bündner Staatsanwaltschaft hat Sasek wegen Rassen­diskriminierung schuldig gesprochen.

Anlass für das Verfahren war der Auftritt der deutschen Holocaust­leugnerin Sylvia Stolz Ende November 2012 an der von Sasek organisierten Konferenz der Anti-Zensur-Koalition (AZK) mit 2000 Besuchern in der Churer Stadthalle. Wie die WOZ in ihrer Ausgabe vom Donnerstag meldet, wurde Sasek gemäß Strafbefehl vom 28. Februar mit einer Buße von 1500 Franken und einer Geldstrafe von 90 Tages­sätzen à 90 Franken, bedingt auf zwei Jahre, belegt. Das Verdikt sei noch nicht rechtskräftig.

Sasek hatte den Vortrag von Sylvia Stolz im Internet veröffentlicht, worauf mehrere Privat­personen Anzeige erhoben. Die einstige Anwältin war wegen des Churer Auftritts 2015 in Deutschland der Volksverhetzung für schuldig befunden worden, wie der auf Rechtsextremismus spezialisierte Journalist Hans Stutz in der WOZ[ext] schreibt. Nun befinde auch die Bündner Staatsanwaltschaft, Sasek habe der Holocaust­leugnerin "eine Plattform" geboten, "um ihre rassen­diskriminierenden Ideologien zu verbreiten". Stolz habe, heißt es im Strafbefehl, schein­wissen­schaftlich behauptet, es gebe für die Tatorte, die Täter, die Opferzahlen sowie die Tatzeiträume des Holocausts keine schlüssigen Beweise. Sasek machte sich laut Staatsanwalt schuldig, weil er die Rede "mit teils holocaust­verleugnendem Inhalt nicht unter­brochen und ihr enthusiastisch zugestimmt" sowie den Vortrag ins Internet gestellt habe. Dieses Video hat Sasek inzwischen von der AZK-Website genommen.»[14][15]

Anmerkungen

  1. Anmerkung von Simon Sasek: Obwohl religions­wissen­schaftlich veraltet, wird der Begriff hier verwendet, um der betreffenden neu-religiösen Gruppe aufgrund ihres totalitären Charakters die nötige negative Konnotation zu geben.

Einzelnachweise

  1. anti-zensur.info
  2. kla.tv
  3. Die Sektenfamilie, Tages-Anzeiger am 17. August 2010
  4. Weiteres siehe auf ivo-sasek.ch und sasek.tv
  5. Ivo Sasek: Sieben Standpauken, Medien-Klagemauer.TV am 30. Mai 2020
  6. Pdf-icon-extern.svg Sieben Standpauken[ext] (16 Seiten)
  7. Ivo Sasek, Laodiceas Verhängnis, Walzenhausen 1997, 2. Aufl., S. 91-93
  8. Ivo Sasek, Wandel im Geist, Vortrag vom 5. Juni 1999, Kassetten­botschaft Nr. 158, Walzenhausen 1999
  9. Bericht der Schweizer Bischofskonferenz über Ivo Sasek und seine Organisation
  10. Simon Sasek 2.0:
    • Youtube-link-icon.svg Warum ich Videos online stelle - Simon Sasek 2.0 (24. April 2019) (Länge: 2:25 Min.)
      Das ist eine Flucht nach vorne, denn ich bin nicht gewählt für den Rest meines Lebens mit religiösen Machtmissbrauch, Wissenschafts­feindlichkeit, peinlichen Fake-News und gar Antisemitismus in Verbindung gebracht zu werden. Ich wurde da hineingeboren und hiermit stelle ich mich dem, was war.
    • Youtube-link-icon.svg Simon Sasek 2.0 - Mein OCG-Abschied (29. August 2018) (Länge: 5:21 Min.)
      In einem subjektiven Prosatext erzähle ich von der - für mich und mein Umfeld dramatischen - Flucht aus meinem früheren Leben am Nachmittag des 29. August 2016. Damals verliess ich die Bewegung meiner Eltern, aufgrund von unüberbrückbaren weltanschaulichen und politischen Differenzen - für viele wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Die Musik dazu entstand in den Monaten der verheimlichten Vorbereitung dieses Abgangs.
    • Youtube-link-icon.svg Opferrituale der OCG - Simon Sasek 2.0 (4. April 2020) (Länge: 13:09 Min.)
      Die OCG entstand 1999 aus einer christlichen Rehabilitationsarbeit für Drogensüchtige Namens Obadja. Vermutlich wissen das viele gar nicht, aber der Gründungsakt der OCG kann als eine Sündenbock-Opferung verstanden werden. Meine Eltern und ihr vierköpfiges Team feuerten damals eine etwas unangepasste Leiter­familie und andere Mitarbeitende des Obadja öffentlich. Man beschuldigte sie, den Nerven­zusammen­bruch meines Vaters und die damit verbundene Existenzkrise der Obadja-Reha nach 1994 ausgelöst zu haben. Sie wurden geächtet und in die Wüste geschickt. Ihre jahrelangen Verdienste für das Projekt, unbezahlten Verdienste, schienen vergessen zu sein. Die übrig gebliebenen des Obadja sich danach OCG. Der berühmte Stanford-Literatur­wissen­schaftler und Anthropologe René Girard[wp] würde diesen Ablauf wohl Gründungsgewalt nennen. Seine Sündenbock­forschung[wp] zeigte, dass Gruppen, die auf dem Fundament einer Sündenbock­opferung aufgebaut werden, später oft ziemlich neue Sündenböcke brauchen, um ihre Einigung aufrecht­erhalten zu können. Es ist wie eine Droge, sie brauchen Sündenbock­rituale, denn sie wissen nicht, was sie tun. (3:20-4:35 Min.)
      "Sasek arbeitete in der Folge in der christlichen Drogen­rehabilitation Villa Akazia in Zihlschlacht TG mit und gründete 1984 mit Absolventen dieser Organisation ein eigenes Drogen­rehabilitations­zentrum unter dem Namen Obadja in Walzenhausen AR. Seine dortige Liegenschaft wurde unter der Bezeichnung Panorama-Zentrum zum Mittelpunkt von Saseks verschiedenen Aktivitäten. Saseks Publikationen erscheinen seit 1994 im hauseigenen Verlag Obadja, ab 1997 Elaion-Verlag genannt." - Quelle: RelInfo: Organische Christus-Generation OCG
    • Youtube-link-icon.svg Was meinem Ausstieg voranging - Simon Sasek 2.0 (20. Februar 2021) (Länge: 22:02 Min.)
      Ich lese zwei meiner Tagebucheinträge aus dem Jahr 2011 vor und erzähle, warum ich erst 2016 aus der OCG ausstieg. Eine Gegenstimme für OCG-Mitglieder zu internen Legenden über unseren Ausstieg und ein Erklärungs­versuch für Aussenstehende zu einem schwer verständlichen Phänomen.
  11. Pdf-icon-intern.svg Sündenbock George Soros - Antisemitisches Scapegoating als Opferhandlung des Rechtspopulismus? - Simon Sasek, 8. Januar 2020 (49 Seiten)
  12. Hugo Stamm: Dramatische Flucht aus dem Sektengefängnis: Der Sohn von Ivo Sasek packt erstmals aus, watson.ch am 27. Februar 2021
    Anreißer: Simon, der älteste Sohn des Sektengründers Ivo Sasek, berichtet von den totalitären Allüren seines Vaters.
  13. Strafanzeige gegen Holocaustleugner Stolz und Sasek, kath.ch am 17. Januar 2013
  14. Sektenprediger Ivo Sasek schuldig gesprochen, Tagblatt am 8. März 2017
  15. Das Video wurde von Sasek auf YouTube "privat" gestellt: Noch auf YouTube verfügbar ist: Mit Englischen Untertiteln:

Netzverweise