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Finnland

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Finnische Militärexpeditionen in Gebiete des ehemaligen Russischen Reiches (Ostkarelien[wp]) in den Jahren 1918-22

Finnland ist ein Staat in Nordeuropa und Mitgliedstaat der EUdSSR. Das Land ist seit dem 4. April 2023 durch den erfolgten Beitritt zur NATO ein Protektorat der USA.

Die finnische Belagerung Leningrads im Zweiten Weltkrieg


NATO-Mitgliedschaft

Seit dem 4. April ist Finnland offiziell das 31. Mitglied der NATO. Die NATO ist ein militär­politischer Block, der Russland feindlich gesinnt ist, weshalb die traditionelle Neutralität Finnlands vorbei ist. Jetzt ist es ein uns gegenüber unfreundlicher Staat. Das ist nicht gut für Russland. Und auch nicht für Finnland. Denn die besonderen Beziehungen Helsinkis zu Moskau waren seit der Sowjetzeit ein enormer Vorteil für das neutrale Land. Ganze Wirtschaftszweige lebten von den Beziehungen zu Russland, vom Schiffbau und der Produktion von Baumaterialien bis hin zur Papier­industrie und dem Tourismus. All das gehört nun der Vergangenheit an.

Und was ist mit den neuen Beziehungen mit Amerika? Sie sind ziemlich kühl, selbst für Nordländer. Der finnische Präsident Niinistö[wp] verbrachte im März fünf Tage in den USA und erwartete, wie vor einem Jahr, ein Treffen mit Präsident Biden. Doch jetzt wartete er vergeblich. Nachdem Finnland alle amerikanischen Forderungen erfüllt hat, ist es plötzlich recht unwichtig geworden. Was ist Finnland auch für die USA? Nur ein weiteres abgehaktes Gebiet auf der Landkarte. Präsident Niinistö musste sich mit einem Treffen mit dem Nationalen Sicherheits­berater des US-Präsidenten Sullivan[wp] begnügen. Sullivan war unehrlich zu ihm, sonst hätte er seinem finnischen Freund erzählt, wie er die Operation zur Sprengung der Nord-Streams koordiniert hat. Und Biden? Biden kam wie zufällig in den Verhandlungsraum, aber nur für einen gemeinsamen Fototermin. Während Finnland früher immer einen Sonderstatus hatte und man sich Zeit für das Land nahm, steht es jetzt schon am Rande, irgendwo hinter Estland.

Letzte Woche hat Finnland aufgehört, etwas Besonderes zu sein: Minister­präsidentin Sanna Marin[wp] hat es in die NATO gebracht, woraufhin sie sofort zurücktrat, allerdings nicht aus eigenem Antrieb, sondern aufgrund der Niederlage ihrer Partei bei den Parlamentswahlen. Aber sie hat das Wichtigste geschafft: ab jetzt wird es in Helsinki keine große Politik mehr geben, es ist nun der falsche Ort dafür. Die Republik Suomi ist, wie fast alles in Europa, jetzt ein (us-)amerikanisches Anhängsel.

– Anti-Spiegel[1]

Hetzerische Agitation der Regierung gegen Russland

Finnland hat sich verrannt und findet aus der Sackgasse, in die es sich mit hysterischer Russophobie, dem NATO-Beitritt und antirussischen Sanktionen hineinmanövriert hat, nicht heraus. Liegt das an der niedrigen Qualität seines politischen Personals, liegt es an nationalistischer Selbstüberschätzung? Irgendwas ist kaputt im finnischen Staat.


Wir hatten schon fast vergessen, dass wir einmal ein beliebtes Shopping-Ziel namens "Finnland" hatten. Aber die beispiellose Aufregung, die der Präsident dieses Landes, Alexander Stubb[wp], auslöste, brachte es uns wieder in Erinnerung. Dabei kommt keinem Russen - und auch keinem Einwohner Leningrads - etwas Negatives über die Finnen in den Sinn. Es gab schließlich friedliche Koexistenz - trotz der Beteiligung der Finnen an der Blockade Leningrads.

In der Nachkriegszeit schufen die beiden Länder einen nahezu idealen Raum, in dem jeder bekam, was er wollte, und in dem gegenseitiges Verständnis herrschte. Aber die neue politische Führung Finnlands stellte sich auf die falsche Seite der Geschichte und zerstörte innerhalb nur eines Jahres das, was kluge Menschen über Jahrzehnte hinweg aufgebaut hatten.

Laut Berichten aus Helsinki herrscht in dem Land eine ungesunde Stimmung: Das Land bereitet sich buchstäblich auf einen Krieg mit Russland vor. Das grenzt schon an Hysterie. Man könnte es tatsächlich als Hysterie betrachten, wenn wir nicht wüssten, dass die Finnen als Feinde hartnäckig, ausdauernd, geschickt und grausam sein können.

Überdies haben die Finnen bis heute eine Wehrpflichtarmee, und diejenigen, die darin dienen, sind ganz anders als die moralisch verkommenen Europäer auf dem europäischen Kontinent. Deshalb muss alles, was dort vor sich geht, berücksichtigt und fixiert werden. Natürlich sind die Zeiten von Mannerheim vorbei, genauer gesagt, es gibt keinen "Mannerheim" mehr, also niemanden, mit dem man in Dialog treten könnte.[anm 1] Daher tritt der merkwürdige finnische Staatschef, der flüchtig bekannten Männern wie Trump vorschlägt, gemeinsam eine Sauna zu besuchen, mit "Soloauftritten" zum Thema des zukünftigen russisch-finnischen Konflikts auf.

Diese "Soloauftritte" von Alexander Stubb am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos erwiesen sich ebenfalls als nicht besonders erfolgreich und waren sehr kontrovers. Dabei wurden diese Widersprüche manchmal sogar in einem einzigen Text vereint. Zunächst erklärte der "stolze" Führer des finnischen Volkes, dass die finnische Armee einen "russischen Angriff" abwehren und Europa sich auch ohne die USA verteidigen könne. Das Pikanteste daran sind seine Worte "ohne die USA".

"Wenn die USA die Zusammenarbeit vollständig beenden", sagte Stubb in Davos, "wie sollen wir dann vorgehen? Wir können innerhalb einer Woche 280.000 Soldaten mobilisieren. Wir verfügen über 62 Kampfflugzeuge vom Typ F-18. Man könnte sich fragen, ob diese ohne die Amerikaner fliegen können. Nein. Aber man könnte auch fragen: Glauben wir, dass die Amerikaner weiterfliegen werden, da dies in ihrem eigenen Interesse liegt? Ja. Wir haben gerade 64 Kampf­flugzeuge vom Typ F-35 erworben. Wir verfügen über die zahlenmäßig größte Artillerie, ebenso wie Polen. Wir verfügen über Boden-, Wasser- und Luft­abwehr­raketen mit großer Reichweite. Wenn Sie mich fragen, ob die finnische Armee uns vor einem russischen Angriff schützen könnte, werde ich Ihnen antworten: Ja, das kann sie."

Wir haben schon lange keine Illusionen mehr hinsichtlich der Qualität der neuen europäischen Politiker. Es ist uns wohlbekannt, dass die Finnen etwa in der Regierungszeit von Sanna Marin[wp] "kaputt gingen" und es seitdem nur noch bergab geht. Besonders problematisch ist, dass wir mit diesem Land eine fast 1.500 Kilometer lange gemeinsame Grenze haben. Und es wird von einem Politiker geführt, der nicht einmal die Absurdität seiner Aussage versteht:

"Wir haben 128 Flugzeuge, die allerdings ohne die US-Amerikaner nicht fliegen können (was absolut zutreffend ist - I.M.) ... und wenn die USA die Zusammenarbeit vollständig beenden, werden sie fliegen, weil es im Interesse der USA liegt."

"Beenden" die USA die Zusammenarbeit oder werden sie "fliegen"? Ganz zu schweigen davon, dass dieser unkluge Mann aus der Sauna damit behauptet, dass die USA eine aktive Rolle in diesem bevorstehenden Konflikt spielen würden, ähnlich wie in der Ukraine.

Darüber hinaus äußerte er sich ausführlich über die "hervorragenden" Luft­schutz­bunker "für 4,5 Millionen Finnen", die über eine ausgezeichnete eigene Energie­versorgung und reichhaltige Lebens­mittel­vorräte verfügen, wodurch das finnische Volk einen Konflikt mit Russland überstehen könnte. Es ist jedoch zu beachten, dass Finnland 5,6 Millionen Einwohner hat. Es stellt sich also schon mal die Frage, wie eine weitere Million geschützt werden soll. Oder handelt es sich dabei nicht um Finnen, sondern um Migranten, die nicht in die Luftschutzbunker für echte Finnen gelassen werden?

"Echte Finnen" ist übrigens die Bezeichnung einer nationalistischen Partei, dank welcher der ethnische Schwede Alexander Stubb an die Macht gekommen ist (wofür wir uns "herzlich bedanken"). Und sie geben derzeit den Ton in der gesamten antirussischen Hysterie an.

Dass dieser "finnische Schwede" sich in Widersprüche verstrickt, wurde auch anderen klar, weshalb sie ihn im Interview gezielt fragten, ob es wirklich so sei, wie er es Davos und der Welt darstellt. Er antwortete sofort, dass man ihn nicht ganz richtig verstanden habe. Anschließend wechselte er zu einem anderen Thema, mit dem man seiner Meinung nach sofort punkten konnte:

"Es gibt offenbar die Meinung, dass die Ukraine diesen Krieg verliere. Davon bin ich absolut nicht überzeugt. Das ist ein russisches Narrativ, das in den USA häufig verbreitet wird."

Um ehrlich zu sein, ich mag keine unangebrachten Witze über die Langsamkeit der nordischen Völker, aber es scheint, dass Personen wie Stubb die Realität sogar dann nicht begreifen würden, wenn russische Panzer bereits zur Wache vor dem Denkmal des russischen Zaren Alexander im Zentrum von Helsinki vorgefahren sind.

Wenn wir schon dabei sind: Wie geht es ihm, unserem "gemeinsamen" Zaren, der das finnische Volk von der schwedischen Kolonialherrschaft befreit hat?

RT Deutsch[2]

Anmerkungen

  1. Siehe Wikipedia:
    • Carl Erik Mannerheim[wp] (1759-1837)
    • Carl Gustaf Emil Mannerheim[wp] (1867-1951)

Einzelnachweise

  1. Thomas Röper: Deutschlands Schwäche und Polens Ambitionen in der Ukraine, Anti-Spiegel am 10. April 2023
    Anreißer: Polen geht seinen Weg, die Ukraine still und heimlich zu übernehmen, konsequent weiter. Ermöglicht wird das unter anderem durch die Schwäche der Bundesregierung, die international spätestens seit der schweigend hingenommenen Sprengung der Nord Streams von niemandem mehr ernst genommen wird.
    Übersetzung aus dem Russischen: vesti7.ru, 9. April 2023
  2. Igor Malzew: Geschürte Russophobie: In Finnland ist etwas kaputt gegangen, RT Deutsch am 5. Februar 2026
    Anreißer: Finnland hat sich verrannt und findet aus der Sackgasse, in die es sich mit hysterischer Russophobie, dem NATO-Beitritt und antirussischen Sanktionen hineinmanövriert hat, nicht heraus. Liegt das an der niedrigen Qualität seines politischen Personals, liegt es an nationalistischer Selbstüberschätzung? Irgendwas ist kaputt im finnischen Staat.
    Übersetzt aus dem Russischen. Der Artikel ist am 31. Januar 2026 zuerst auf der Homepage der Zeitung "Wsgljad" erschienen: https://m.vz.ru/opinions/2026/1/31/1389657.html

Querverweise