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Unternehmen Barbarossa 2.0

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Das politische Schlagwort Unternehmen Barbarossa 2.0 bezeichnet summarisch die gemeinsam von der Europäischen Union und der NATO getroffenen politischen, ökonomischen und militärischen Maßnahmen zur Vorbereitung eines Krieges gegen die Russische Föderation.

Hintergrund

Am 22. Juni 1941 hatte das Deutsche Reich die Sowjetunion[wp] überfallen. Adolf Hitlers Blitzkrieg-Offensive unter dem Decknamen "Unternehmen Barbarossa"[wp] zielte darauf ab, die UdSSR zu zerschlagen. Laut dem stellvertretenden Außenminister Russlands[wp], Alexander Gruschko[wp], erinnern die militärischen Vorbereitungen, die die Europäische Union und die NATO aktuell treffen, zunehmend an das "Unternehmen Barbarossa".

Aus militärischer Sicht, also hinsichtlich der aggressiven Bestrebungen gegenüber der Russischen Föderation, gebe es kaum Unterschiede zwischen der EU und der NATO, meinte der Diplomat in einem Interview für die Zeitung Iswestija. Ihr Hauptziel sei, Russland strategisch zu besiegen.

In diesem Zusammenhang führte Gruschko aus:

Zitat: «Natürlich gehen wir davon aus, dass sie sich tatsächlich auf eine militärische Auseinandersetzung mit Russland um das Jahr 2030 vorbereiten.»

Russlands Außenminister Sergei Lawrow hatte sich kürzlich ebenfalls zu diesem Thema geäußert. Sein Beitrag mit dem Titel "Ukraine, Europa und globale Sicherheit" wurde auf der Webseite des russischen Außenministeriums veröffentlicht.

"Es ist allgemein bekannt, dass die europäischen Eliten ihr 'politisches Kapital' in die Konfrontation mit Russland investiert haben", schrieb der Minister. Sie hätten Hunderte Milliarden Dollar ausgegeben, um das Kiewer Regime zu unterstützen und die Rüstungs­ausgaben der EU- und NATO-Staaten aufzustocken.

Europa plane, bis 2030 die Kampfbereitschaft für einen Konflikt mit Russland zu erreichen, betonte Lawrow weiter. Bis dahin wolle Brüssel mit verschiedenen Mitteln Zeit gewinnen.

In diesem Zusammenhang weist der russische Spitzendiplomat auf eine "zynische Feststellung" des belgischen Generalstabschefs[wp] hin. Laut Lawrow habe dieser im April gesagt:

Zitat: «Dank des Blutes der Ukrainer, die uns diese Zeit erkaufen, haben wir noch ein paar Jahre.»[1]

Die Außenpolitik des vereinten Europas berge ernsthafte Risiken für die globale Sicherheit, da ein direkter Konflikt zwischen der NATO und Russland rasch zu einem nuklearen Schlagabtausch mit katastrophalen Folgen eskalieren könnte, warnte Lawrow.

– RT DE[2]

Kriegsvorbereitungen der NATO und EUdSSR:

Es beginnt, uns langsam zu dämmern:

"Wir gehen davon aus, dass sie (NATO und EU-Staaten - I.M.) sich tatsächlich auf eine militärische Auseinandersetzung mit Russland um das Jahr 2030 vorbereiten", sagte der russische Vizeaußenminister Alexander Gruschko[wp] am Montag.

Es ist kein Geheimnis, dass Europa sich auf einen Krieg vorbereitet, und unser Diplomat hat völlig recht. Führende europäische Politiker und Generäle sprechen es aus, und die großen Zeitungen berichten darüber. Spaniens Zeitung El País fragt die Bürger des Landes direkt: "Seid ihr bereit, für euer Land zu kämpfen?" Auf dem Titelbild sind dazu einige Reihen adretter Soldaten mit Gewehren abgebildet.

Natürlich werden sie gegen uns kämpfen, genau wie ihre Nazi-Großväter.

Es ist ein Irrglaube, dass die europäischen Nationen nicht kämpfen wollen. Man wiegt sich in Sicherheit, weil das vermeintlich komfortable und friedliche Leben in Paris oder Berlin für Uniformen, Militärmärsche und andere "Bürden des weißen Mannes" nicht förderlich wäre. Ein Blick in die Soziologie genügt jedoch, um zu erkennen, dass sich die Europäer rasant nach rechts bewegen und rechtsextreme Politiker bevorzugen, die die Wiederherstellung des Nationalstolzes versprechen.

Wir wissen, wie sie den Nationalstolz wiederherstellen wollen: Militarismus[wp] und Revanchismus[wp] sind Optionen für jede Politik mit dem Präfix "national". Sie können sich also des gemeinsamen Impulses der Norweger, Deutschen, Rumänen und Spanier sicher sein, einen "Kampf im Osten" zu führen, wo, wie sie aufrichtig glauben, den Russen unverdient zu viel gehört. Sie wollen kein billiges Benzin - sie wollen kostenloses Benzin. Ohne Vorbehalte.

Die NATO wird im Falle eines Konflikts mit Russland Kaliningrad[wp], die Halbinsel Kola[wp], Sankt Petersburg[wp] und das Schwarze Meer[wp] angreifen. Dies erklärte der Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe, Holger Neumann[wp]. In einem Interview mit dem Telegraph bekräftigte er, Deutschland sei bereit, "schon heute Nacht" gegen Russland zu kämpfen.[3] Vorerst können Sie aufatmen: Die akribischen Deutschen haben einen Fahrplan zur Kriegsvorbereitung bis 2030 entworfen.

Der ehemalige US-Kommandeur in Europa, Ben Hodges[wp], hatte zuvor erklärt, Kaliningrad könne im Falle eines Konflikts zwischen der NATO und Russland das erste Ziel eines NATO-Angriffs werden. Im Juli 2025 merkte Christopher Donahue[wp], Kommandeur der US-Streitkräfte in Europa und Afrika, an, die US-Armee könne die Region gemeinsam mit NATO-Verbündeten im Rahmen einer Bodenoperation besetzen.

Ich betone nochmals, dass es sich hierbei um offizielle Stellungnahmen handelt und nicht um die Aussagen eines Bloggers in sozialen Medien. Diese Aussagen sollten ernst genommen werden.

Ja, da gibt es noch die einsame Slowakei, die sich nur widerwillig auf eine "östliche Expedition" einlässt, aber wer wird sie schon fragen - die Slowakei?

Fico wurde schon mehrmals angeschossen, und wenn er nicht aufgibt, werden sie so oft auf ihn schießen, bis es klappt. Und ich möchte Sie daran erinnern, dass vor 85 Jahren selbst jene europäischen Länder, die von Deutschland besetzt waren, hervorragend für die deutsche Kriegsmaschinerie arbeiteten. Industrie, Fabriken, Werke - alles war auf den Krieg ausgerichtet.

Wie mein Freund Sachar Prilepin sagt:

"Illusionen in dieser Frage grenzen an Verrat."

Es sei hinzugefügt, dass Frankreich und Großbritannien über Atomwaffen verfügen. Darüber hinaus besitzen sie diese ohne Verantwortung: Jahrelang war der Einsatz von Atomwaffen - selbst die bloße Diskussion darüber - ein Tabu. Kein vernünftiger Mensch zog je in Erwägung, Atomwaffen als Angriffswaffe einzusetzen. Außer natürlich die Amerikaner.

Doch dann erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron[wp] unverblümt seine Bereitschaft zum Einsatz von Atomwaffen:

"Wenn wir unser Atomwaffenarsenal einsetzen müssen, wird kein Land, egal wie mächtig, sich dem entziehen können."

Bis es soweit ist, sind "friedliebende" Europäer wie Frankreich und Großbritannien bereit, die Ukraine mit solchen Waffen zu beliefern. Sie planen dies unter dem Vorwand, das Kiewer Regime entwickle diese Waffen angeblich selbst.

Das sagen unsere SWR[wp]-Geheimdienst­offiziere. Ich habe keinen Grund, ihnen nicht zu glauben. Die Eskalation schreitet rasant voran.

Wir müssen zugeben, dass wir Europa unterschätzt haben. Wir haben uns von dem lächerlichen Dummkopf Macron, dem übergewichtigen Briten Johnson[wp] und Starmer[wp] und ein paar durchgeknallten Frauen aus dem europäischen Apparat in Brüssel täuschen lassen. Wir dachten, wir stünden einem asexuellen Wesen in bunten Leggings gegenüber, das niemals gegen Russland Krieg führen würde, und selbst wenn, was hätten wir schon zu befürchten? Aber es stellt sich heraus, dass es da draußen 452 Millionen Menschen gibt, die sich eine rechte Rache wünschen. Wütend, entschlossen, bereit, uns "noch heute Nacht"[3] zu töten.

Der Feind rückt rasch nach rechts. Der Feind bereitet eine Revanche[wp] vor.



Übersetzt aus dem Russischen[ext]. Der Artikel ist zuerst auf der russischsprachigen Homepage von RT erschienen.

– RT DE[4]


Vorkehrungen der Russischen Föderation:

Russland wird im Falle einer äußeren Aggression eine harte Reaktion liefern. Davor hat der russische Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin bei einem Treffen mit Absolventen von Militärakademien im Kreml gewarnt:
"Wir sind bereit, auf jegliche äußere und innere Bedrohungen umgehend und angemessen zu reagieren."

Putin beschrieb den Anlass für seine Warnung wie folgt:

"Wir sehen, dass die NATO-Länder sich bislang auf eine Unterstützung des Kiewer Regimes beschränkt haben - eines Regimes, das auf illegitimem Wege, durch bewaffnete Gewalt in einem Staatsstreich an die Macht gekommen ist -, im Westen jetzt aber offen darüber gesprochen wird, dass sie einen Krieg gegen uns vorbereiten und ihre Militärbudgets zwecks Angriffsaktionen ausbauen.
Das Arbeitsschema des Westens in seiner so genannten, einer falschen Demokratie ist ein sehr einfaches: Erst schaffen sie Bedrohungen gegen unser Land und zwingen uns zu Handlungen, die zur Selbstverteidigung und zum Selbstschutz nötig sind - und dann bezichtigen sie uns aller Todsünden, um die Fortsetzung ihrer aggressiven Politik, ihrer aggressiven Schritte gegen Russland zu begründen."

Damit übe sich der kollektive Westen im fortwährenden Lügen, erinnerte Russlands Staatschef:

"Das alles ist uns voll bewusst, gut bekannt: Selbst nach dem perfiden Überfall auf die Sowjetunion[wp] am 22. Juni 1941 - ich betone: einem überaus hinterlistigen Überfall - versuchte Hitlerdeutschland[wp], versuchte der Westen die UdSSR und Stalin einer Aggression gegen den, wie wir ihn nennen, 'kollektiven Westen' zu bezichtigen. Erstaunlich - doch dies wird immer noch in möchtegern-wissenschaftlichen Kreisen so betrachtet."

Jedenfalls werde die NATO kein leichtes Spiel haben, falls ihre Führung, wie einst vor ihr der von Überheblichkeit und Fehlkalkulation fehlgeleitete Hitler, sich für einen unmittelbaren Überfall gegen Russland entscheiden sollte - Russland habe genug von zwei Dingen, um einen solchen Überfall zurückzuschlagen. Zum einen, so Putin, technische Mittel - strategische Waffen ebenso wie Gerät für die unmittelbare Frontlinie und den Schutz im Hinterland und Aufklärungs­technik:

"Entsprechend dem Staatlichen Rüstungsprogramm werden die Nukleartriade, die Bodentruppen modernisiert und das Kampfpotenzial der Luft- und Weltraum­kräfte und der Marine ausgebaut.
Insbesondere will ich anmerken, dass seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation eine Entwicklung in der Qualität vieler Waffenarten stattgefunden hat. Ich will nur eine Zahl nennen. Im vergangenen Jahr wurden über 1.000 Modelle für Waffen und Gerät im Kampf erprobt: Darunter unbemannte Fluggeräte mit modernisierten Navigations­systemen und sich heranpirschende Munition, automatisierte Systeme unterschiedlicher Verwendungszwecke und vieles Weitere mehr.
Dabei ist ein rascher Informations­austausch zwischen den Truppen an der Front und den Rüstungs­betrieben gewährleistet: Die neu erschaffenen Kommunikations­kanäle erlauben das Sammeln von Daten über die Wirksamkeit von Waffen und Gerät - unter Einbeziehung der Bewertungen und Einschätzungen der Soldaten und Offiziere, die sie am Schlachtfeld einsetzen.
Dies alles wird - und das will ich als besonders wichtig unterstreichen - auf unserer eigenen, einheimischen wissenschaftlich-technologischen Basis erschaffen, ist das Ergebnis der Arbeit gerade unserer Wissenschaftler, Konstrukteure, Ingenieure und Industrie­arbeiter; all dies ist vollständig mit der notwendigen Finanzierung im passenden Rhythmus versorgt - auf der Grundlage der standhaften, robusten Wirtschaft Russlands."
– RT DE[5]

Einzelnachweise

  1. Marta Havryshko: Europa nutzt die Ukraine als seine Privatarmee: Der Preis wird an der Front bezahlt, Berliner Zeitung am 2. Mai 2026
    Anreißer: Für Europas Sicherheit soll die Ukraine weiterkämpfen. Während in Brüssel und Berlin aufgerüstet wird, sterben an der Front vor allem jene, die keine Wahl haben. Eine Kolumne.
    Auszug: Wie der belgische General Frederik Vansina[wp] offen einräumte: "Wir haben noch ein paar Jahre vor uns. Dank des Mutes und des Blutes der Ukrainer, die uns diese Zeit erkaufen."
  2. Moskau: Europa bereitet sich auf einen neuen Krieg gegen Russland vor, RT DE am 22. Juni 2026
    Anreißer: Moskau geht davon aus, dass die EU und die NATO eine militärische Auseinandersetzung mit Russland um das Jahr 2030 planen. Dies erklärte der russische Vizeaußenminister Alexander Gruschko. Ihr Hauptziel sei es, dem Land eine strategische Niederlage zuzufügen.
  3. 3,0 3,1 Matthias Lindner: Deutsche Luftwaffe bereit, "noch heute Nacht" gegen Russland zu kämpfen, Telepolis am 15. Juni 2026
    Anreißer: Die Ansage von Generalleutnant Neumann ist ein historischer Bruch mit der deutschen Zurückhaltung. Er nennt bereits konkrete russische Angriffsziele.
  4. Igor Morosow: Der Feind will die Revanche: Über die Vorbereitung des Kriegs gegen Russland, RT DE am 23. Juni 2026
    Anreißer: Immer mehr Menschen in Russland dämmert: Der Westen bereitet tatsächlich einen Vernichtungs- und Eroberungskrieg gegen Russland vor. Die Kriegsvorbereitungen werden ja nicht einmal verheimlicht. Hat Russland das dekadente Europa unterschätzt?
  5. Putin: Westen spricht von Krieg - Russland zur Antwort bereit, RT DE am 23. Juni 2026
    Anreißer: Während die Führungsriegen des Westens einen Krieg gegen Russland planen, hält die Russische Föderation eine angemessene, schnelle und harte Antwort auf eine unmittelbare Aggression seitens der NATO bereit. Dies versicherte Präsident Putin den Abgängern russischer Militärakademien.