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Stephan J. Kramer

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Stephan J. Kramer
Stephan Joachim Kramer.jpg
Geboren 1968
Beruf Sozialpädagoge, Geheimdienstler

Stephan Joachim Kramer (* 1968) ist ein deutscher politischer Beamter und studierter Sozialpädagoge. Er war von 2004 bis Januar 2014 General­sekretär des Zentralrates der Juden in Deutschland[wp] und Leiter des Berliner Büros des European Jewish Congress[wp].[1] Seit 1. Dezember 2015 ist er Präsident des Amtes für Verfassungsschutz Thüringen[wp].[2] Er ist Mitglied des Stiftungsrates der Amadeu-Antonio-Stiftung.[3]

Wirken

Stephan Kramer war General­sekretär des Zentralrats der Juden. Nun leitet er den Thüringer Ver­fassungs­schutz.[2]

Im Mai 2010 gab Kramer der Zeitschrift Focus ein Interview, in dem er deutschen Medien versteckten und offenen Antisemitismus vorwarf.[4]

Im Oktober 2012 bekräftigte Kramer in der Debatte um die religiös motivierte Zirkumzision die offizielle Position des Zentralrats­präsidiums, wonach das in der jüdischen Religions­gemeinschaft als Brit Mila[wp] bezeichnete Ritual als religiös konstitutives, körperlich sichtbares Siegel des Bundes mit Gott und dessen ritueller Vollzug am achten Tag nach der Geburt für einen männlichen Juden nicht zur Disposition stehe, äußerte jedoch Zweifel an manchen zur Begründung dieser Position vorgebrachten Argumenten und beklagte, dass durch die aggressiv und intolerant geführte Beschneidungsdebatte[iw] die eigenen Traditionen kaum überdacht werden könnten.[5]

2014 bis 2015 war Kramer Mitglied des Präsidiums und Kassenführer der Deutsch-Israelischen Gesellschaft[wp].

Standpunkte

Stephan Kramer ist ein Nazitheoretiker und erklärt jeden fünften deutschen Bürger zu einem "Nazi". Ob er bei der von ihm getätigten Aussage, wonach ein Fünftel des deutschen Staatsvolkes rechtsextrem gesinnt sei, die eingebürgerten Zuwanderer ebenfalls gemeint hat, ist noch zu klären.

Zitat: «Der Präsident des Thüringer Verfassungs­schutzes, Stephan Kramer, hält jeden fünften Deutschen für einen Rechts­extremisten. "Wir sind bei ungefähr 20 Prozent braunem Bodensatz in der Bundesrepublik", sagte Kramer dem Sender NDR Info.»[6]

Blogger Hadmut Danisch kommentiert dazu:

Zitat: «Erinnert mich an eine Reaktion der SPD. Die meinten auch, dass sie ihre Politik nur nicht gut genug erklärt haben. Die Möglichkeit, ihnen nicht zuzustimmen, anderer Meinung zu sein, ist nicht vorgesehen.

Und das sieht man auch bei Kramer: Der unterstellt auch, dass man die meisten Leute noch "erreichen" kann, also ihnen sagen, was sie zu wählen haben. Man hat zu wählen, was die einem sagen, wenn man kein "brauner Bodensatz" sein will.

Die Frage, ob nicht eher umgekehrt die vom Volk nicht mehr zu erreichen sind, wird nicht gestellt.

Es gibt eine sozialistische Einheitsmeinung, und die hat man gefälligst zu wählen. Tut man es nicht, ist man entweder brauner Bodensatz oder es gibt ein Kommunikations­problem. Aber dass man einfach zu einem anderen Ergebnis kommt, einfach anderer Meinung und Auffassung ist, oder von ihrer Politik stark benachteiligt ist, die Möglichkeit wird gar nicht erst gegeben.

Ich glaube nicht, dass solche Ansichten oder Äußerungen zu einer Befriedung führen.»[9]

Markus Krall kommentiert:

Zitat: «Und welcher Art von Bodensatz entspricht solches Denken? Jedenfalls ist der Mann offenbar nicht demokratie­tauglich, da können wir gleich Herrn Mielke[wp] wieder einstellen.»[10]

Veröffentlichungen

  • Wagnis Zukunft. 60 Jahre Zentralrat der Juden in Deutschland. Mit einem Grußwort von Richard von Weizsäcker[wp]. Hentrich und Hentrich, Berlin 2011, ISBN 3-942271-10-9
  • Mit Johannes Heil[wp] (Hrsg.): Beschneidung: das Zeichen des Bundes in der Kritik. Zur Debatte um das Kölner Urteil. Metropol, Berlin 2012, ISBN 3-86331-098-5

Einzelnachweise

  1. Konflikte in der Spitze des Zentralrats der Juden: Generalsekretär Stephan Kramer geht, Der Tagesspiegel am 16. Januar 2014
    Anreißer: Belastet war das Verhältnis zwischen Dieter Graumann, dem Präsidenten des Zentralrats der Juden, und seinem Generalsekretär Stephan Kramer wohl schon länger. Jetzt wurde offenbar die Reißleine gezogen, einen Nachfolger in der Funktion wird es nicht geben.
  2. 2,0 2,1 Joachim Riecker: Verfassungsschutz in Thüringen: Ramelows Kontrolleur, Der Tagesspiegel am 25. April 2016
    Anreißer: Stephan Kramer war Generalsekretär des Zentralrats der Juden. Nun leitet er den skandal­geplagten Thüringer Verfassungsschutz. Das wird spannend.
  3. Amadeu-Antonio-Stiftung: Die Gremien der Stiftung, abgerufen am 8. August 2016
  4. Jan-Philipp Hein: Medien: Besser direkt ins Gesicht als hintenrum, Focus, Nr. 20, 17. Mai 2010
  5. Mariam Lau: Rituale: Die jüdische Gemeinde muss über Beschneidung reden, Die Zeit am 12. Oktober 2012 (Interview)
    Anreißer: Das Thema Beschneidung darf im Judentum kein Tabu sein. Im Interview spricht sich Stephan Kramer, General­sekretär des Zentralrats der Juden, für eine offene Debatte aus.
  6. Verfassungsschutz: Jeder fünfte Bürger ist "brauner Bodensatz", Junge Freiheit am 27. Juni 2023
    Anreißer: Der AfD Wahlerfolg in Sonneberg ist auch am Verfassungsschutz nicht spurlos vorbeigegangen. Der Chef des Thüringer Landesamtes überzieht die Bundesbürger nun mit harschen Vorwürfen und warnt vor einer ganz bestimmten Konstellation.
  7. Twitter: @TommyMe33 - 25. Feb. 2018 - 02:01 Uhr, @Zeitgeschehen_ - 25. Feb. 2018 - 05:17 Uhr (Kommentar: Jetzt greift das System schon seine Helfer an.)
  8. Rudolf Brandner: Warum Grüne und Linke den "Nazi" brauchen, ihn notfalls einfach herbeiphantasieren, Jürgen-Fritz-Blog am 21. Dezember 2018
    Anreißer: Die Grenze zwischen rationalem und pathologischem Verhalten verläuft dort, wo das Bewußtsein sich nicht mehr gegenständlich unterscheidend der Wirklichkeit seiner Sache vergewissert, sondern affektiv übermächtigt Erscheinungs­bilder (Phantasmata) seiner Ängste erzeugt, die in Verhaltens­auffällig­keiten zutage treten.
    Auszug: Kollektive Pathologien: Wenn das Bewußtsein von Phantasmagorien beherrscht wird - Weshalb der Verweis auf die Realität beim vom Wahn Befallenen nichts nützt - Der Nazi-Phobiker läßt sich seine phantasmagorische Gegen­ständlichkeit niemals nehmen - Die Naziphobie gehört zur moralischen Pathologie des Zeitgeistes.
  9. Hadmut Danisch: "20 Prozent brauner Bodensatz", Ansichten eines Informatikers am 27. Juni 2023
  10. Twitter: @Markus_Krall - 28. Juni 2023 - 14:44

Querverweise

Netzverweise