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Wladimir Rudolfowitsch Solowjow
| Wladimir Rudolfowitsch Solowjow | |
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| Geboren | 20. Oktober 1963 |
| Beruf | Journalist, Publizist |
Wladimir Rudolfowitsch Solowjow (russisch Владимир Рудольфович Соловьёв; * 1963) ist ein russischer Fernseh- und Radiomoderator, Publizist und Regisseur. Er wird seit 6. März 2022 von Kanada sanktioniert. Seine seit 2012 im Sender Rossija 1[wp] ausgestrahlte Talkshow Sonntagabend mit Wladimir Solowjow (russ. Воскресный вечер с Владимиром Соловьёвым) gilt als eine der beliebtesten Sendungen in der Russsischen Föderation.
Werdegang
Solowjow wurde in eine jüdische[jw] Familie geboren. Er war Mitglied im Russischen Jüdischen Kongress[jw].[1] Seine Eltern waren Absolventen der Pädagogischen Universität Moskau[wp]. In seiner Heimatstadt Moskau besuchte er eine angesehene Schule, auf die zahlreiche Söhne und Enkel von hohen KPdSU[wp]-Funktionären gingen. Während seiner Schulzeit spielte er Fußball und praktizierte Karate.
1980 schloss Solowjow die Schule ab und begann am Moskauer Institut für Stahl und Legierung[wp] ein Studium, das er 1986 mit Bestnote (dem so genannten "roten Diplom") abschloss. Anschließend absolvierte er am Institut für Weltwirtschaft und internationale Beziehungen[wp] seine Aspirantur[wp].
1990 zog Solowjow in die USA, wo er an der Alabama State University[wp] zwei Jahre als Dozent tätig war. 1992 kehrte er nach Russland zurück und betrieb bis 1998 eine Firma, die Ausrüstung für Diskotheken herstellte.
Danach stieg Solowjow ins Showgeschäft ein und moderierte bis 2010 mehrere Sendungen auf dem staatlichen russischen Radiosender Westi FM[wp], wodurch er erstmals einem breiteren Publikum in Russland, aber auch weiteren Ländern der GUS bekannt wurde.
Zudem moderierte Solowjow ab 2002 die Talkshow Zweikampf, mit kontroversen Diskussionen zwischen zwei Personen des öffentlichen Lebens. Die Talkshow hat bis heute einen hohen Bekanntheitsgrad in der russischen Bevölkerung und führte bereits zu mehreren Kontroversen. Am 19. Oktober 2006 beleidigte Solowjow in einer Folge der Talkshow Wiktor Tarchow[wp], den damaligen Bürgermeister von Samara[wp], und musste anschließend Schmerzensgeld zahlen.
Seit 2012 moderiert Solowjow auf dem Sender Rossija 1[wp] wöchentlich die politische Talkshow Sonntagabend mit Wladimir Solowjow (russ. Воскресный вечер с Владимиром Соловьёвым).
Interview
- Wer ist Wladimir Solowjow, Russlands umstrittenster und einflussreichster Meinungsmacher? - Teil 1, Die Weltwoche[wp] am 31. Mai 202631. Mai 2026
Wer ist Wladimir Solowjow, Russlands umstrittenster und einflussreichster Meinungsmacher? - Die Weltwoche (31. Mai 2026) (Länge: 120:38 Min.)
- Aus den Kommentaren:
- "Ich bin begeistert, danke für die Innovation, das wir diesen wertvollen Austausch wirklich hören können und das unsere Schlafgesellschaft bald nicht mehr ignorieren können. Precious. Danke Herr Köppel und Team!"
- "Das ist mal eine Konversation/Auseinandersetzung. Bravo Herr Köppel!" 👍
- Aus den Kommentaren:
- Roger Köppel im Duell mit Wladimir Solowjow, Russlands umstrittenstem und einflussreichstem Meinungsmacher - Teil 2, Die Weltwoche am 3. Juni 2026
Roger Köppel im Duell mit Wladimir Solowjow, Russlands einflussreichster Meinungsmacher - Teil 2 - Die Weltwoche (5. Juni 2026) (Länge: 85:04 Min.)- Solowjow über Sowjet-Geschichte: "Sie haben keine verdammte Ahnung, wovon Sie da reden", RT DE auf Odysee am 5. Juni 2026
- Am 3. Juni 2026 ist der zweite Teil des Interviews mit dem russischen Journalisten Wladimir Solowjow bei der schweizerischen Weltwoche erschienen.
- Wie im ersten Teil wurden auch diesmal zahlreiche historische Streitthemen debattiert. Weltwoche-Chefredakteur Roger Köppel[wp] berief sich insbesondere bei den angeblichen Opfern der "sowjetischen Diktatur" auf das alles andere als wissenschaftlich objektive "Schwarzbuch des Kommunismus"[wp] sowie auf den sowjetisch-russischen Autor Alexander Solschenizyn[wp].
- "Kommen Sie mir nicht mit diesem Blödsinn", erwiderte Solowjow aufgebracht, bevor er dem Schweizer die demografischen Zahlen des Zarenreichs und der Sowjetunion, samt der enormen Verlustzahlen im Ersten Weltkrieg, im Bürgerkrieg und im Zweiten Weltkrieg allein vorrechnete.
- "Und dann sagen Sie mir mal, wie viele im Gulag[wp] [allein] getötet wurden? Wenn Sie all diese Zahlen addieren, wie kommt es dann, dass wir jedes einzelne Jahr einen Bevölkerungszuwachs haben?", fragte Solowjow, ohne von Köppel darauf eine Antwort zu erhalten.
- Der studierte Historiker Köppel versuchte, von Solowjow eine Erklärung dafür zu erhalten, warum es "Stalin[wp] und Molotow[wp] waren, die den [Nichtangriffs-]Vertrag[wp] mit Hitler geschlossen haben". Daraufhin verwies der russische Moderator, auf einen Fakt, der im Westen meist verschwiegen wird: "Wir waren die Letzten, die ihn schlossen, während ihr versucht habt, uns zu verraten."
- Das heutige EU- und NATO-Mitglied Polen hatte bereits im Januar 1934, mehr als fünf Jahre vor Moskau, einen Nichtangriffspakt mit Adolf Hitler unterschrieben.
- Die etwas verzweifelt wirkende Frage, ob Solowjow denn lieber in der Sowjetunion als in der heutigen Russsischen Föderation. leben würde, beantwortete dieser mit einem unmissverständlichen: "Selbstverständlich! Sie ist mein Vaterland und ich liebe sie."
Einzelnachweise
- ↑ Структура Российского еврейского конгресса, Российский еврейский конгресс (Russischer Jüdischer Kongress[jw]), archiviert am 6. August 2013
- Deutsch: Struktur des Russischen Jüdischen Kongresses
Netzverweise
- Wikipedia führt einen Artikel über Wladimir Rudolfowitsch Solowjow
- Faces of Kremlin Propaganda: Vladimir Solovyov[archiviert am 21. Juli 2024], U.S. Department of State am 31. März 2022