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Zentralkomitee der deutschen Katholiken

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Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) ist der Zusammenschluss von Vertretern der Diözesanräte[wp] und der katholischen Verbände sowie von Institutionen der Laien­vertretung und weiteren Persönlichkeiten aus Kirche und Gesellschaft in Deutschland. Das Zentralkomitee hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins[wp], hat seinen Sitz in Bonn und[1] dient dem Zweck, als Koordinations­gremium deutscher katholischer Laien[wp] auf Bundesebene zu fungieren.

Das ZdK ist unter anderem Initiator und Träger der Deutschen Katholikentage[wp].

Positionen

Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken wird sich gegen Genitalverstümmelung engagieren, solange Maiden und Weiber davon betroffen sind:

Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) verwendet künftig in seinen Äußerungen "geschlechtersensible bzw. -gerechte Sprache". Am Samstag stimmte die ZdK-Vollversammlung dem Antrag "Geschlechtervielfalt in Wort und Schrift" zu und verwendet somit in seiner Kommunikation künftig das "Gender-Sternchen". Zudem wird angeregt, auch im mündlichen Sprachgebrauch eine inklusive Formulierung "durch eine Pause an der Stelle des Sternchens" auszudrücken.

Im Antragstext betont das ZdK, "dass es Menschen gibt, die sich nicht den Geschlechter­kategorien männlich und weiblich zuordnen können oder wollen." Diese Realität anzuerkennen bedeute, "sie als Teil der sehr guten Schöpfung Gottes wertzuschätzen". Da Sprache Denken und Bewusstsein bestimme, werde durch einen sensiblen Sprachgebrauch "aktiv zur Gleichberechtigung aller Menschen" beigetragen, so der Beschluss weiter.

Kontroverse Diskussion

Nach einer teilweise kontroversen Diskussion stimmten 86 der Mitglieder des ZdK für den Antrag, 54 dagegen. Die Bezeichnung des Gender-Sterns als "Vergewaltigung der Sprache" durch ein Mitglied wurde in der Diskussion mit Blick auf die darin nach Ansicht der Münchener Stadrätin Gudrun Lux, die als Einzel­persönlichkeit im ZdK zugewählt wurde, enthaltenen Bagatellisierung sexualisierter Gewalt deutlich zurück­gewiesen. Eingebracht wurde der Antrag unter anderem von Vertretern des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend[wp] (BDKJ) und der Frauen­verbände Katholische Frauen­gemeinschaft Deutschlands[wp] (kfd) und Katholischer Deutscher Frauenbund[wp] (KDFB).

Geschlechtersensible Sprache wird in der Kirche kontrovers diskutiert. Die Entscheidung der Katholischen Studierenden Jugend (KSJ), das Wort "Gott" mit Sternchen zu schreiben, um "das katholische Gottes*bild zu entstauben und über den Verband hinaus eine Diskussion anzustoßen", hatte im vergangenen Jahr für Kontroversen gesorgt.

Erstmals Missbrauchsbetroffene bei ZdK-Vollversammlung

Bei der Vollversammlung des ZdK, die am Freitag und Samstag per Video­konferenz tagt, haben zudem erstmals Missbrauchs­betroffene vor dem Plenum gesprochen. Das Mitglied des Betroffenen­beirats der Deutschen Bischofs­konferenz[wp] (DBK), Johanna Beck, die selbst künftig dem ZdK angehören wird, sprach dabei darüber, wie Missbrauch durch Priester auch von Laien ermöglicht worden sei: "Unter ihnen gab und gibt es Komplizen und Mitwisser." Sie bezeichnete "Co-Klerikalisten" als Menschen, die Taten kleinredeten oder Betroffenen keinen Glauben schenkten. Bereits im Januar hatte das ZdK eine Arbeitsgruppe zur Aufarbeitung des sexuellen Missbrauch in der katholischen Kirche eingerichtet. Sie soll einen Überblick über die Aufarbeitung in Diözesen, Orden und Verbänden gewinnen und die Arbeit der in den Bistümern eingesetzten oder noch zu schaffenden Unabhängigen Kommissionen begleiten.

Neben dem Beschluss zu geschlechter­gerechter Sprache wurden außerdem ein Aufruf zur weltweiten Solidarität bei der Covid-Bekämpfung und ein Appell gegen weibliche Genital­verstümmelung beschlossen. Mit Blick auf Struktur und Arbeitsweise des Gremiums wurde ein Reformprozess für das Katholiken­komitee mit Blick auf Aufgaben, Struktur und Arbeitsweise angestoßen. Noch nicht abgeschlossen ist die Zuwahl von weiteren Mitgliedern. Nach dem ersten Wahlgang, der Anfang der Woche abgeschlossen worden war, werden die noch zu besetzenden 18 weiteren Mitglieder der Vollversammlung in einem zweiten Wahlgang von Sonntag bis Mittwoch gewählt.

– katholisch.de[2]

Einzelnachweise

  1. Der Sitz im Sinne des Vereinsrechts ist Paderborn, lt. Vereinsregister des Amtsgerichts Paderborn, VR 505.
  2. Auch beim gesprochenen Wort: ZdK künftig mit geschlechtersensibler Sprache und Gender-Stern, katholisch.de am 24. April 2021
    Anreißer: Das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken will Vielfalt der Geschlechter auch in der Sprache abbilden: Künftig wird in allen Veröffentlichungen das "Gender-Sternchen" verwendet. Doch beim geschriebenen Wort soll es nicht bleiben.

Netzverweise