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Nackthaltung

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Der Begriff Nackthaltung bezeichnet die Aufrechterhaltung von Nacktheit über eine bestimmte Zeitdauer, analog zum Begriff Keuschhaltung, der sich auf Keuschheit über einen längeren Zeitraum bezieht.

Im Gegensatz dazu ist mit dem Begriff Entblößung das situative Herstellen von Nacktheit zu einem Zeitpunkt gemeint.

Das sich nackt halten lassen (passiv), kann als Zeichen einer gewollten Unterwerfung und Ausdruck eines devoten Charakters gedeutet werden. Wer seinen Partner nackt hält (aktiv), möchte hierdurch zum einen seine Macht demonstrieren, zum anderen sich selbst in die jederzeitige Lage zu versetzen, dem passiven Partner leichter Zärtlichkeiten oder Züchtigungen zukommen lassen. Die konsequent praktizierte Nackthaltung kann Teil einer Abrichtung weiblicher Subs oder Prostituierter sein.

Hintergrund

Die Praxis der Nackthaltung dient häufig dem Zweck, insbesondere bei Anfängern und sehr jungen Menschen in der BDSM-Szene, deren Hemmungen vor der Vornahme masochistischer Handlungen oder der Einnahme einer submissiven Rolle abzubauen, ihnen durch Gewöhnung an den dauerhaften Zustand der Nacktheit zu helfen offener gegenüber derartigen Aktionen zu werden und ihre Scham zu überwinden. Erst danach kann die Ausbildung zur Sub oder Zofe beginnen.

Zitat: «Das Wort Nackthaltung allein impliziert noch keinen permanenten Zeitraum! Die Dauer der Nackthaltung kann individuell variieren und sich somit auch bloß auf eine so genannten Session beschränken. Dies liegt immer im Ermessen des Tops.

Das Gefühl der Scham und Demütigung beim Bottom kann noch gesteigert werden, wenn Top im Gegensatz zu ihm vollständig bekleidet ist. (siehe hierzu auch CMNF sowie CFNM)



Nackthaltung vor allem im Gegensatz zu BDSM in (Fetisch-)Kleidung.

Wer sein Gegenüber nackt hält (aktiv), möchte hierdurch zum einen seine Macht demonstrieren, zum anderen dem passiven Part leichter Streichel­einheiten oder eben das Gegenteil zukommen lassen.

Wer sich nackt halten lässt (passiv) sollte damit rechnen, dass es durch die leicht zugänglichen Genitalien zu Berührungen und auch sexueller Stimulation kommen kann. Meistens ist das dann auch so gewollt, sonst muss ein Stück untenrum anbleiben, dann ist es aber auch keine klassische Nackt­haltung mehr.

Eine Vereinbarung könnte sein, dass der passive Part stets unaufgefordert für seine Nacktheit im größt­möglichen Maße zu sorgen hat. Nackt­haltung sollte natürlich nur an Orten stattfinden, wo es das Gesetz und (!) die Temperaturen erlauben.» - Sklavenzentrale[1]

Zitat: «Nackthaltung ist eine recht verbreitete Vorgehensweise innerhalb des BDSM. Hierbei wird ein Bottom vom Top über längere Zeiträume nackt gehalten. Es ist dann ein typisches Element der 24/7-Beziehungen.

Die Nacktheit dient hier als ein symbolischer Wesenszug der Erniedrigung und Entpersonalisierung. Im Kontrast hierzu tritt ein Top häufig vollständig angezogen auf. Hierbei spricht man dann von CFNM (Clothed Female Nude Male), oder von CMNF (Clothed Male Nude Female).»[2]

Einzelnachweise

  1. Sklavenzentrale: Nackthaltung (Kept Nude)
  2. Das beherrsch-mich-Fetisch-Lexikon: Nackthaltung

Querverweise