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Minirock
Der Begriff Minirock bezeichnet einen kurzen Rock, dessen Saum[wp] oberhalb des Knies endet.
Geschichte
Kurze Röcke waren zu unterschiedlichen Zeiten und Kulturen als praktische Kleidung mit viel Beinfreiheit bekannt, beispielsweise als Lendenschurz[wp]. In der Antike waren kurze Röcke auch als Männerröcke[wp] weit verbreitet, zum Beispiel in Ägypten und Griechenland. Heute noch gehören kurze, rote Röcke zur traditionellen Stammestracht der Massai[wp]-Männer.
Bühne und Film
Kurze Röcke wurden durch den großen Erfolg der Operette Der Zarewitsch[wp] von Franz Lehár[wp] im Jahre 1932 in die Bühnenwelt eingeführt. Im 1934 erschienenen Buch Bunte Bilder - Deutsche Bühne wurden Bühnenfotos veröffentlicht. In der Folgezeit trugen vor allem Tänzerinnen in verschiedenen Filmen kurze Röcke. Auch in den 1940er Jahren waren kurze Röcke häufig in Revuefilmen und Musicals zu sehen. Zu dieser Zeit wurden kurze Röcke und Kleider im Alltag nicht getragen.
1960er Jahre
Die Modedesignerin Mary Quant[wp] kreierte Anfang der 1960er Jahre in Großbritannien kurze Röcke für die Damenmode und nannte sie "Minirock". Der Minirock wurde als Handelsartikel 1962 in der britischen Vogue[wp] fotographisch abgebildet. Zunächst wurde er aufgrund seiner erotisch konnotierten Wirkung kontrovers diskutiert, setzte sich aber schließlich als alltagsübliches Kleidungsstück durch.