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Geisteswissenschaftlerprinzip
Das Schlagwort Geisteswissenschaftlerprinzip bezeichnet eine häufig von ideologisch motiviert forschenden Geisteswissenschaftlern angewandte Methode[wp], die darin besteht, aus einer konstatierten Korrelation[wp], eine der eigenen politischen Gesinnung opportune Kausalität[wp] abzuleiten.
Der dabei zugrunde liegende Denkfehler ist unter dem Namen "Simpson-Paradoxon"[wp] bekannt.
Hintergrund
Ein Prachtbeispiel für eine falsche Schlussfolgerung aus einer Statistik[wp]. Geradezu lehrbuchmäßig.
Das alte Geisteswissenschaftlerprinzip: Wer eine Korrelation findet, darf sich eine Kausalität frei aussuchen. Man habe herausgefunden, dass die Überlebensrate schwarzer Babys höher sei, wenn sie von schwarzen, als wenn sie von weißen Ärzten betreut werden. Würde man als rassistisch auslegen, weiße Ärzte töten schwarze Babys. Die genauere Analyse zeigte aber, dass es genau andersherum ist: Es stellte sich nämlich heraus, dass man die gesunden Babys zu schwarzern Ärzten gab, während man die in kritischem Gesundheitszustand - und damit natürlich geringerer Überlebensrate - lieber zu weißen Ärzten brachte. Das ist eigentlich der Simpson-Fehler[wp]. Weil man die Statistiken nach Krankheitszustand getrennt hätte erheben müssen. Erinnert mich aber daran, wie Soziologen die Feuerwehr sehen. Man hat nämlich herausgefunden, dass es bei Bränden eine starke Korrelation zwischen der Zahl der zum Löschen eingesetzten Feuerwehrmänner und dem insgesamt enstandenen Brandschaden gibt. Woraus natürlich folgt, dass nicht das Feuer, sondern die Feuerwehrleute den Schaden verursachen und es deshalb ratsam ist, möglichst wenig Feuerwehrleute zum Brand zu schicken, um den Schaden gering zu halten. Herrlich. Statistik würde nur halb so viel Spaß machen ohne die Doofen. | ||
| – Hadmut Danisch[2] |
Einzelnachweise
- ↑ X: @SteveStuWill - 17. März 2026 - 22:15 Min.
- ↑ Hadmut Danisch: Korrelation und Kausalität, Ansichten eines Informatikers am 19. März 2026