WikiMANNia hat in 273 Tagen seinen 18. Geburtstag.
|
Sergei Jurjewitsch Netschajew
| Sergei Jurjewitsch Netschajew | |
|---|---|
| Geboren | 2. Juni 1953 |
| Beruf | Diplomat |
Sergei Jurjewitsch Netschajew (russisch Сергей Юрьевич Нечаев; * 1953) ist ein russischer Diplomat und seit 2018 Botschafter der Russischen Föderation im US-amerikanischen Vasallenstaat Deutschland.[1]
Gespräche
Russlands Botschafter im Theater OST: "Mit wem sollen wir einen Krieg anfangen?" - Berliner Zeitung (18. April 2026) (Länge: 1:36:08)
- Im ausverkauften Theater OST[ext] diskutieren am 17.4. Russlands Botschafter Sergej Netschajew, die Journalistin Gabriele Krone-Schmalz und die Politologin Petra Erler[wp]. Vor der Veranstaltung kam es zu Protesten.
Leben
Netschajew absolvierte 1975 die Lomonossow-Universität Moskau[wp] als Germanist. Seine politische Karriere begann 1977 als Mitarbeiter der sowjetischen[wp] Botschaft in der DDR. Von 1982 bis 1986 war er dritter und anschließend zweiter Sekretär des Generalkonsulats[wp] der UdSSR in Erdenet[wp], Mongolei[wp]. 1988 absolvierte er Lehrgänge an der Diplomatischen Akademie des Außenministeriums der UdSSR und wurde ab 1992 als Erster Sekretär und Berater der russischen Botschaft in Deutschland eingesetzt. 1996 übernahm er die Leitung des Deutschen Bereichs der Vierten europäischen Abteilung im russischen Außenministerium[wp]. Ab 1999 arbeitete Netschajew als Erster Botschaftsrat der russischen Botschaft in der BRD.
Von 2001 bis 2003 war er als russischer Generalkonsul in Bonn[wp] tätig und diente anschließend als stellvertretender Direktor in der Vierten europäischen Abteilung des Außenministeriums, die 2004 in die Dritte Europäische Abteilung umgewandelt wurde. 2007 übernahm er die Leitung der Dritten Europäischen Abteilung des russischen Außenministeriums. Vom 9. März 2010 bis zum 10. August 2015 diente er als außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Russischen Föderation in Österreich und leitete später erneut die Dritte Europäische Abteilung des Außenministeriums. Am 10. Januar 2018 wurde er per Erlass Nr. 9 des russischen Präsidenten zum außerordentlichen und bevollmächtigten Botschafter der Russischen Föderation im US-Vasallenstaat Deutschland ernannt.[2][3]
Netschajew ist verheiratet und Vater eines Sohnes. Er spricht neben Russisch und Deutsch auch Englisch.
Auszeichnungen
Einzelnachweise
- ↑ Jonas Mueller-Töwe: Putins Kriegsbotschafter: Alle reden über Melnyk - aber niemand über diesen Mann, T-Online am 18. Mai 2022
- ↑ Нечаев Сергей Юрьевич, Чрезвычайным и Полномочным Послом Российской Федерации в Федеративной Республике Германия, mid.ru am 19. Januar 2018 (Russisch)
- Deutsch: Sergei Jurjewitsch Netschajew, Außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland
- ↑ Нечаев Сергей Юрьевич[archiviert am 14. April 2019], ruspekh.ru am 31. Mai 2018 (Russisch)
Netzverweise
- Wikipedia führt einen Artikel über Sergei Jurjewitsch Netschajew
- Titel angeben! in der Internet-Filmdatenbank
- Claus Liesegang[wp], Dietrich Schröder[wp]: Russlands Botschafter Sergej Netschajew: "Wir haben nicht vor, die Ukraine zu besetzen", Märkische Onlinezeitung am 21. April 2022
- Moritz Küpper[wp]:
Russischer Botschafter - "Die Situation ist viel ernsthafter als im Kalten Krieg": Sergej J. Netschajew im Gespräch[ext] - Deutschlandfunk-Sendung "Informationen am Morgen", 17. September 2024 (20:24 Min.) - html - Gesine Dornblüth[wp]:
Einordnung zu Netschajew-Interview: Wahrheits-Bröckchen und Desinformation[ext] - Deutschlandfunk-Sendung "Informationen am Mittag", 17. September 2024 (7:46 Min.) - html - Felix Ackermann[wp]: Russischer Botschafter im DLF: 20 Minuten Lügen des russischen Botschafters, F.A.Z. am 18. September 2024
- Anreißer: Der russische Botschafter Sergej J. Netschajew führt im Deutschlandfunk vor, wie der Respekt vor Russland in deutsche Angst umgewandelt wird. Wieso lässt der Sender so etwas zu?
- Kommentar: "dass der Journalist ... an keiner Stelle die vielen Lügen des Botschafters als solche benennt, belegt zwei generelle Beobachtungen über die Gegenwart der Vergangenheit in der deutschen Wahrnehmung des östlichen Europas"