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Lotosritter

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Lotosritter ist das Pseudonym des Inhabers des Blogs lotoskraft.

Zitat: «Ich bin ja auch pseudonym im Netz unterwegs und das hat vor allem den einen Grund, dass ich weder psychisch noch materiell imstande bin, mögliche konzertierte Angriffe von feministischer Seite auf meine Person durchzustehen. Man betrachte nur wie Himmelreich, Wizorek und der Stern Brüderle politisch und sozial erledigt haben. Und nur ein Promille dieser Infamie würde genügen mich und mein Anliegen, die Situation männlicher Opfer weiblicher Gewalt zu benennen, zu erledigen.» - Lotosritter[1]
Zitat: «Mit der Einschätzung liegt er richtig: Dass er Opfer von Missbrauch geworden ist, würde nichts daran ändern, dass er zur Zielscheibe eines Shitstorm würde, denn nur Mädchen und Frauen sind Opfer, basta!

Ein Shitstorm hat es in sich, ein Opfer erklärte dazu mal, dass sich niemand die Gewalt ausmalen könne, die davon ausgeht, wenn man im Zentrum einer Medien­kampagne steht. Als Beispiel hierzu ließe sich die Bloggerin Erzählmirnix nennen, die gerne mal gegen Maskulisten aber auch gegen Feministen austeilt. Der anhaltende Dauerbeschuss von feministischer Seite führte bei ihr zu Symptomen einer Panikattacke. Nichts also, was ein durch Missbrauch psychisch angeschlagener Mann verkraften könnte.» - Der Jüngling[2]

Ein erster Beitrag und schon Blogpause.

Ja.

Ich kann das Blog vorerst nicht weiterführen. Ich habe mir mit ihm zuviel vorgenommen. Ich habe Meins überschätzt. Bei der Auswahl eines Textes für den zweiten Beitrag triggerten mich die eigenen Notizen, so dass ich dabei war, zu dissoziieren oder von Flashbacks überblendet zu werden.

Nein, das kann ich mir nicht leisten. Meins ist fragiler als ich dachte. Das wenige, das sich über die Therapie im Zwischenraum meiner Räume, die mich ausmachen, gesammelt hat, ist ein sehr empfindlicher, zarter und darum äußerst verletzlicher Mensch. Ich muss dieses Meins, in dem ich komplett werden möchte, sehr behutsam pflegen und mit ihm besonders achtsam umgehen.

Jetzt erst verstehe ich, warum ich in meinem Therapie­tagebuch, seitdem ich es erstelle, also seit annähernd fünf Jahren, noch nie gelesen habe. Meins hat sich damit selbst geschützt. Es schreibt zwar über den therapeutischen Prozess und seine Reflexionen, doch ist dieser inzwischen über 1.000 Seiten starke Text für es eine brisante Lektüre. Das Schreiben ist für Meins ein eigenes therapeutisches Geschehen, doch das ist, obgleich langfristig dokumentarisch, derzeit nur eine zweite reflexive Ebene, die gleich dem Therapie­gespräch nur für den Moment dient.

Die Apperzeption des Textes ist für Meins noch zuviel, denn der Schmerz über das Geschehene, ist nur von einem therapeutischen Hauch bedeckt. Die leiseste Bewegung, die mich unkontrolliert mit dem Irrsinn meiner Geschichte und dem Mut meines therapeutischen Engagements konfrontiert, kann mich zurück­werfen und in einen dissoziativen Stupor versetzen.

Wie zerbrechlich ich mich fühle, habe ich dieser Tage notiert. Die Notiz ist noch frisch, und sie ist ermutigend, so dass es mir diesmal leicht war, sie auszuwählen.

"Am Samstag in der Gruppe bemerkt eine Freundin über sich: Ich fühle mich nicht wohl in meinem Körper. Ich denke darüber nach, was mich an dieser Aussage irritiert und gelange zu dem Ergebnis, dass ich mich nicht in meinem Körper, sondern mit meinem Körper fühle. Das sind zwei Entitäten, die da miteinander wesen; mein Körper und mein Geist. Und wollte ich es noch weiter präzisieren, müsste ich von meinem Körper und Geist, sowie meiner Psyche und Seele sprechen. Geist ist meine Vernunft. Psyche ist, was S.B. behandelt. Und Seele ist, was mich belebt und ich am wenigsten, wenn überhaupt etwas von diesem meinem Ich ist. Und dann ist da ein Ich ... aber über die Zersplitterung dieses Spiegels muss ich mich nicht mitteilen, er ist ein meisterlich gelöteter Tiffany­spiegel; ein wahres Kunststück. - Wer außer mir vermag so etwas noch von sich zu sagen?"

Wann und ob, und wenn ja, wie ich hier weiter bloggen werde, weiß ich nicht ... In der Zwischenzeit jedoch, sofern es eine Zwischenzeit ist, werde ich weiter Fotos von meinen Bären machen, die übrigens allesamt therapie­erfahren sind; allerdings ganz besonders therapie­erfahren sind der blaue und der kleine Bär. Beide begleiten mich oft zur Stunde.

– Lotosritter[3]

Einzelnachweise

  1. Lotosritter am 2. Juni 2016 um 00:08 Uhr als Kommentar im Blog Man Tau
  2. Feministischer Terror gegen Andersdenkende, Der Jüngling am 4. Juni 2016
  3. Blogpause, Lotoskraft am 2. Oktober 2015

Netzverweise