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Haube
Der Begriff Haube bezeichnet eine Kopfbedeckung, die sowohl über eine Gesichts- als auch über eine Halsöffnung verfügt, das heißt, die das Gesicht und den Hals umschließt und unter dem Kinn geschlossen wird. Zu den Hauben gehören daher auch die Kapuzen.
Hauben werden von Männern, Frauen und Kindern getragen. Männliche Formen sind beispielsweise die Sturmhaube[wp] und die Fliegerhaube[wp], die weiblichen Hauben werden oft um den Hals nicht mehr ganz geschlossen oder der Verschluss reduziert sich auf Bänder, die unter dem Kinn zur Schleife[wp] gebunden werden, insbesondere bei den Trachtenhauben[wp].
Geschichte
Im Mittelalter und der frühen Neuzeit verlangte die Norm von verheirateten Frauen das Tragen einer Haube, während unverheiratete ihr Haupt unbedeckt lassen durften. Die Redensart unter die Haube kommen (= heiraten) leitet sich davon ab.[1] Die Haube galt als Zeichen der Frauenwürde und der Wohlanständigkeit; eine Frau ohne Haube (oder andere Kopfbedeckung) galt als "loses Frauenzimmer". In ganz Europa ist die Haube fester Bestandteil fast aller Frauentrachten[wp].
Die Begründung der Kirche, dass Frauen ihr Haar zu bedecken hatten, leitet sich aus Korinther 1, Kapitel 11[wp] ab. Allerdings hatte die Haube auch den praktischen Nutzen, das Haar aus dem Weg zu halten und es vor Verschmutzung zu schützen, beispielsweise beim Hantieren am Feuer und mit anderen Haushaltsverrichtungen. Das weibliche Personal früherer Epochen trug generell Hauben während der Arbeitszeit. Für Dienstmädchen und Zofen in vornehmen Haushalten zählten aufwendig gearbeitete Häubchen und Schürzchen zur Arbeitskleidung und dienten darüber hinaus als Statussymbol des Arbeitgebers.
Einzelnachweise
- ↑ Dieses Sprichwort lässt sich aber auch auf den verballhornten Begriff des jüdischen Traubaldachins Chuppa[jw] zurückführen. Jüdisches Brauchtum[archiviert am 12. November 2013] (PDF; 318 kB), Bibelpastorale Arbeitsstelle im Seelsorgeamt der Diözese Regensburg, S. 51
Querverweise