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Farbrevolution
Das politische Schlagwort Farbrevolution (Wortverschmelzung aus Farbe im Sinne von politisches Symbol und Revolution[wp] als euphemistische Bezeichnung für geheimdienstlich initiierte Regierungs- oder Regimewechsel, Plural: Farbrevolutionen) bezeichnet summarisch alle gegenüber der Öffentlichkeit des Ziellandes und der Weltöffentlichkeit als Revolutionen inszenierte und erfolgreich ausgeführte verdeckte US-amerikanische Regimewechseloperationen, beginnend mit dem Sturz von Slobodan Milošević[wp] im Jahre 2000 in Serbien[1] über die Umstürze in Georgien[wp] 2003, der Ukraine[wp] 2004 und Kirgisistan[wp] 2005 bis zur Samtenen Revolution[wp] 2018 in Armenien. Farbrevolutionen werden von durch die US-amerikanische GONGO National Endowment for Democracy im Zielland gegründete, unterstützte und/oder geförderte sowie bei der unmittelbaren Ausführung der Regimewechseloperation angeleitete Parteien, politische Organisationen oder zivilgesellschaftliche Bewegungen in enger Kooperation mit der CIA und Oligarchen-Stiftungen geplant, organisiert und initiiert.
Hintergrund
| Die Bilder von damals befeuern noch heute das Europa-Pathos. Am 6. August 1950 stürmen rund 300 Studenten aus zehn europäischen Ländern, hauptsächlich Deutsche und Franzosen, die deutsch-französische Grenze. Sie fahren an den Grenzübergang St. Germanshof und zersägen und verbrennen die Zollschranken[ext], um für ein einiges Europa ohne Grenzkontrollen zu protestieren. Anstelle der verbrannten oder abgebauten Hoheitszeichen werden Europaschilder aufgestellt. Junge Menschen, deren Völker sich noch vor wenigen Jahren bis aufs Blut bekämpften, fallen sich um den Hals. In die Geschichtsbücher gelangte die Protestaktion unter dem Namen "Studentensturm"[ext] oder "Grenzüberfall von St. Germanshof". Bewegende Bilder[ext], die den Versöhnungswillen und den Wunsch nach dem Aufbau eines gemeinsamen Hauses Europa der damaligen jugendlichen Avantgarde zeigen. Eine noch größere Schar junger Menschen zog am 24. November des gleichen Jahres vor das Europahaus in Straßburg und forderte ein föderales Europa samt europäischer Verfassung und Regierung.[2] Die Rede ist von rund 3000 bis 5000 Demonstranten, die sich bei einer Sternfahrt in Straßburg versammelten – ohne Pass und Visum. Diese Ereignisse gelten als Initialzündung für die europäische Einigung, der wir heutzutage die Europäische Union zu verdanken haben.
Was wie ein spontanes Aufbegehren der europäischen Jugend für eine gemeinsame Zukunft aussah, war ebenso wenig spontan, wie heute die Straßenklebeaktionen der Letzten Generation[wp], die Demonstrationen der so genannten "Zivilgesellschaft" oder auch die Blockaden der Antifa. Jeder, der auch nur einen kleinen Protest jemals organisiert hat, weiß, wie aufwendig es ist, die Teilnehmer zum gemeinsamen Versammlungsort zu navigieren. Geschweige denn mit Sägen und anderen Protestmaterialien. All das muss im Vorfeld organisiert und geplant worden sein, ebenso Busse und Reisemöglichkeiten. Dies wird auch von heutigen Europa-Enthusiasten zugegeben. So schreiben die "Jungen Europäischen Föderalist:innen (sic!) Deutschland" in ihrem Rückblick zum 73. Jahrestag des Ereignisses:
Auch Christina Norwig, eine Kennerin der Europäischen Jugendkampagne in den Jahren 1951 bis 1958, weist darauf hin, dass die Aktion von Erwachsenen orchestriert gewesen sei.[4] Die Spätfolgen der Aktion - immerhin handelte es sich ja um eine Störung der öffentlichen Ruhe samt Zerstörung staatlichen Eigentums zweier Staaten - waren erstaunlich abgemildert. So berichtet der Zeitzeuge Georges Renicki, der an der Schlagbaumaktion beteiligt war, er habe eine Zahlungsaufforderung von 20.000 Francs wegen der Zerstörungen erhalten - Geld, das er nicht besaß:
Die Aktion fand also zum offensichtlichen Wohlwollen zumindest der französischen Regierung statt, was auch erklärt, warum die Zollbeamten nicht eingegriffen hatten (von den Zeitgenossen wurde dieses Nichteingreifen als völlige Überrumpelung erklärt). Und auch in Deutschland ist es schwer erklärbar, warum den deutschen Behörden sowie den Besatzungsbehörden die Vorbereitungen zum Grenzsturm entgangen sein sollten. Die westlichen Siegermächte sollte es nicht interessieren, wenn junge Deutsche Gewaltanwendung gegen Sachen an der Landesgrenze planen? Nur zehn Jahre, nachdem andere junge Deutsche in Wehrmachtsuniform die französische Grenze erfolgreich überschritten hatten (Fall Gelb 1940)? Diese Rätsel lösen sich auf, wenn man zum Beispiel durch Norwigs Forschungen erfährt, dass die US-Amerikaner dieses Treiben nicht nur duldeten, sondern sogar finanziell förderten. Und zwar unter anderem durch das am 5. Januar 1949 gegründete ACUE (American Committee on United Europe), das personell wiederum eng mit CIA-Kreisen verknüpft war. Aber lassen wir Norwig selbst sprechen, hier über die Gründung der Europäischen Jugendkampagne (European Youth Campaign/EYC) im Jahr 1951:
In dieser die europäische Integration bei gleichzeitiger Abgrenzung gegenüber dem Ostblock fördernden Vereinigung (die zugleich eine allzu große Abnabelung der Europäer von den USA verhindern sollte) fungierte der frühere OSS-Geheimdienstchef William J. Donovan[wp] als Geschäftsführer, sein Stellvertreter war der CIA-Direktor (ab 1953) Allen Welsh Dulles[wp][anm 1] (einen nach Dulles benannten Preis nahm der AfD-Politiker Markus Frohnmaier erst kürzlich entgegen).[5] Am Beratergremium des ACUE war der erste CIA-Direktor Walter Bedell Smith[wp] beteiligt. Auch der spätere Leiter des ACUE, Paul G. Hoffman[ext], war ein früherer Geheimdienstmann (vom OSS/Office of Strategic Services). Insgesamt eine illustre Versammlung noch tätiger und ehemaliger US-Geheimdienstler! Ob das ACUE von der CIA direkt finanziert wurde, ist nicht belegt, die Rede ist von der Finanzierung durch US-regierungsnahe Unternehmensgruppen sowie die Ford Foundation[wp] und die Rockefeller-Stiftung[wp]. Dank dieser Gelder war das ACUE über Jahre der Hauptgeldgeber für die (noch heute existierende) Europäische Bewegung (die Rede ist von bis zu 50 Prozent), der (ebenfalls noch existierenden) Union Europäischer Föderalisten sowie der Europäischen Jugendkampagne (sie soll zu 100 Prozent vom ACUE finanziert gewesen sein). Als 1958 die finanzielle Unterstützung für die EYC seitens des ACUE eingestellt wurde, musste sie sich auflösen. Es handelte sich also um eine von allerhöchster Stelle, nämlich der Besatzungsmacht selbst, kontrollierte Jugendbewegung - was den Idealismus der einzelnen Teilnehmer nicht schmälern soll. Ein unabhängiger Akteur war die proeuropäische Jugend in den 50er Jahren jedenfalls nicht, sondern vielmehr Astroturf, also eine künstlich hergestellte Graswurzelbewegung[wp]. Im Jahr 2000 wurde anhand deklassifizierter Akten bekannt, wie stark die US-amerikanischen Finanziers[6][7] (und auch die Geheimdienste) über die Europa-Bewegung Einfluss auf die Politik in Westeuropa nahmen (natürlich waren nicht nur die US-amerikanischen Geheimdienste am Zustandekommen der europäischen Einigung beteiligt, sondern auch ihre britischen Gegenstücke).[8] Diese gezielte Steuerung der Jugendbewegung wird auch deutlich am dritten bedeutenden (west-)europäischen Jugendereignis dieser Epoche, dem "Loreley-Treffen".[9] Im Sommer 1951, vom 22. Juli bis zum 5. September, nahmen insgesamt 35.000 Jugendliche an einem Zeltlager im Rahmen des internationalen Treffens "Begegnung europäischer Jugend" auf dem Loreley-Plateau teil. Die Leitung der Veranstaltung hatte der Deutsche Bundesjugendring[wp] unter dem Motto "Jugend baut Europa" übernommen. Anwesend war auch der damalige Präsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, der Belgier Paul-Henri Spaak[wp] (später sollte er NATO-Generalsekretär werden), der erklärte: "Eine junge Generation, die den Krieg erlebt hat, will ein Leben der Freiheit und des Friedens. Wir wollen nun nicht mehr auseinandergehen, um uns noch einmal zu bekämpfen." Und der französische Hohe Kommissar André François-Poncet[wp] plädierte in seiner dortigen Rede für ein gemeinsames Europa und appellierte an die deutsch-französische Zusammenarbeit als Basis für eine europäische Einigung. Die hochrangigen Besucher zeigen, wie wichtig man das Zeltlager nahm. Bei der Planung des Loreley-Treffens hatten dieses Mal nicht die Amerikaner, sondern die französische Besatzungsmacht die führende Hand mit im Spiel. Das Europäische Jugendfestival auf dem Loreley-Plateau war aufgrund der Initiative des französischen Besatzungsoffiziers für Jugendpolitik, Jean-Charles Moreau, entwickelt worden, der sich für die Begegnung deutscher und französischer Jugendlicher einsetzte. Dieser Aufwand wurde natürlich nicht völlig ohne Hintergedanken betrieben. Zur gleichen Zeit fanden im August 1951 in Ost-Berlin die Dritten Weltfestspiele der Jugend und Studenten statt und das "Loreley-Treffen"[10] war als Konkurrenzunternehmen geplant. Den kommunistischen Verlockungen (zu den Ostberliner Veranstaltungen war auch die westdeutsche Jugend eingeladen) wollte man etwas entgegensetzen. Gewissermaßen Zuckerbrot und Peitsche. Denn die "Peitsche" gab es auch: Werbung für die Weltjugendspiele war beispielsweise im Bundesland Hessen verboten. Tausende teilnahmewillige Jugendliche aus Westdeutschland (teilweise auch aus der Schweiz) wurden zwangsweise wieder an ihre Wohnsitze verbracht. Transportunternehmen, die die Reisen der kurz zuvor verbotenen West-FDJ durchführten, wurden mit Strafe bedroht.[11] Warum war die CIA so auf eine proeuropäische Haltung der (west-)europäischen Jugend erpicht? In die Karten schauen lassen sich Geheimdienste selbstverständlich nicht. Es gilt natürlich immer das Prinzip: Wer die Jugend hat, hat die Zukunft. Im konkreten Fall ging es wohl darum, die Jugend vom kommunistischen Einfluss fernzuhalten (man glaubt es heutzutage kaum mehr, aber in den 1920er und 30er Jahren war der Kommunismus die Ideologie der fortschrittlich denkenden Jugend, mit Ausstrahlungen bis in die 50er Jahre). Auch der Wunsch nach Schwächung der europäischen Nationalstaaten zugunsten des europäischen Gedankens könnte eine Rolle gespielt haben - denn eine national und souveränistisch empfindende Jugend hätte wohl kaum auf Dauer eine US-amerikanische Besatzung und Einflussnahme in ihren Ländern geduldet, wohl auch nicht die Eingliederung in die NATO. Dass der Mohr (in diesem Fall die proeuropäische Jugendbewegung) Ende der 50er Jahre seine Schuldigkeit getan hatte, wurde mit dem Auslaufen der Finanzierung deutlich: Mit dem Inkrafttreten der Römischen Verträge[wp] 1958 (also der Grundsteinlegung der europäischen Einigung hin zur heutigen EU) endeten die Geldflüsse der ACUE. Die neugegründeten europäischen Institutionen führten die Jugendarbeit nicht fort. Ihr Zweck hatte sich erfüllt. Dass die Jugendlichen ihre Instrumentalisierung teilweise durchaus begriffen, greift die Wissenschaftlerin Norwig auf:
(Wer nachvollziehen möchte, wie neben der EVG auch der Schuman-Plan[wp] mit der darauffolgenden Montanunion[wp] mit der ACUE zusammenhängt, lese hier nach.[8]) Die Europäische Verteidigungsgemeinschaft[wp] (EVG) war ein unter dem Druck Washingtons durchgeführter Versuch aus dem Jahr 1952, eine gemeinsame europäische Armee zu schaffen, insbesondere durch die militärische Zusammenarbeit von Deutschen und Franzosen. Dabei hätten die deutschen Truppen in internationale Streitkräfte aufgehen sollen, während die Franzosen die Oberhoheit über ihre eigenen Streitkräfte behalten hätten. Der Aufbau einer eigenen deutschen Armee wäre somit verhindert, zugleich aber eine stärkere Remilitarisierung Westeuropas unter deutscher Beteiligung im Zeichen des Ost-West-Konflikts (der mit dem Korea-Krieg[wp] seinen ersten Höhepunkt erreicht hatte) ermöglicht worden. Aus verschiedenen Gründen scheiterte letztendlich die EVG am französischen Widerstand. Die BRD trat der NATO bei und bekam mit der Gründung der Bundeswehr eine eigene Armee. Nichtsdestotrotz zeigt diese Episode, wie sehr die Europa-Bewegung auch mit der beginnenden Remilitarisierung Westdeutschlands verknüpft war. Das alles ist lange her - und dennoch eine Mahnung an die Heutigen. Denn eine Instrumentalisierung der Jugend liegt gerade in Zeiten der Wiederaufrüstung nahe. Man darf gespannt sein, was sich die Geheimdienste dieses Mal einfallen lassen werden. Mehr zum Thema: "Die Europäische Union muss zerschlagen werden"[12] | ||||||||
| – RT Deutsch[13] |
Anmerkungen
- ↑ Allen Welsh Dulles war von 1953 bis 1961 Director of Central Intelligence und damit Leiter der CIA. Er gehörte 1963/64 zu den sieben Mitgliedern der Warren-Kommission[wp]. Als CIA-Chef war er maßgeblich für die Regierungsumstürze im Iran und in Guatemala sowie für den Mord an Patrice Lumumba verantwortlich, außerdem für das Lockheed-U-2-Programm, das Projekt MKULTRA[wp] und die Invasion in der Schweinebucht[wp].
Einzelnachweise
- ↑ Siehe Otpor![wp]
- ↑ 1950 - Der Atudentensturm in Bobenthal, 75 Jahre Rheinland-Pfalz in 75 Geschichten
- ↑ Statement der JEF Deutschland und der JEF Frankreich zu 73 Jahre Grenzstrurm in St. Germanshof – Déclaration commune de la JEF Allemagne et des Jeunes Européens France à l’occasion des 73 ans de l’assaut des frontières à St. Germanshof, Junge Europäischen Föderalist:innen (sic!) Deutschland
- ↑ 4,0 4,1 "Wir sind Europa" - Die Europäische Jugendkampagne (1951-1958) und die Rolle der Jugend im Prozess der Europäischen Integration, 16. April 2013
- ↑ AfD-Reise in die USA: Frohnmaier erhält Dulles-Preis der jungen Republikaner, RT Deutsch am 13. Dezember 2025
- Anreißer: Der AfD-Politiker Markus Frohnmaier erhält heute Abend in New York den Allen-W.-Dulles-Preis der Nachwuchsorganisation der Republikanischen Partei. Die "Bild"-Zeitung veröffentlichte vorab Ausschnitte aus Frohnmaiers Dankesrede.
- ↑ Euro-federalists financed by US spy chiefs, The Telegraph am 19. September 2000
- ↑ Ambrose Evans-Pritchard: Euro-federalists financed by US spy chiefs, The Telegraph am 19. September 2000, archiviert am 24. März 2006
- ↑ 8,0 8,1 Thierry Meyssan: Histoire secrète de l’Union européenne, Réseau Voltaire am 28. Juni 2004
- Anreißer: Après avoir libéré l'Europe occidentale, en 1945, les États-Unis et le Royaume-Uni décident de la redessiner en créant les États-Unis d'Europe. À coups de millions de dollars, la CIA et le JIC financent les associations pro-européennes pour en faire des instruments de l'endiguement du communisme. Allen Dulles et Joseph Retinger parviennent à créer le Conseil de l'Europe et la CECA, mais échouent à imposer la Communauté européenne de Défense.
- ↑ Begegnung europäischer Jugend, Loreley 1951, Heimat Lohmar - Photos vom 22. Juli 1951 bis 5. September 1951
- ↑
Blick in die Welt - 1951 WELT-JUGENDTREFFEN: Frankreich zu Gast an der Loreley - aberlemediaTV (9. Dezember 2025) (Länge: 10:23 Min.)
- Loreley, Rhein – Am Wochenende kamen mehrere tausend junge Menschen aus ganz Deutschland und verschiedenen europäischen Ländern zum Weltjugendtreffen an der Loreley zusammen. Die Veranstaltung, die im Zeichen des kulturellen und politischen Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg stand, bot ein breites Programm aus Diskussionen, musikalischen Darbietungen und Friedensappellen.
- In seiner Eröffnungsrede betonte der anwesende Vizekanzler - dessen Grußwort von großem Interesse begleitet wurde - die Bedeutung der Jugend für die demokratische Erneuerung der jungen Bundesrepublik. Er hob hervor, dass Verständigung und internationale Zusammenarbeit entscheidend seien, um zukünftige Konflikte zu verhindern.
- ↑ Uwe Klußmann: FDJ-Verbot in der Bundesrepublik: Der Kampf gegen die Blauhemden, Der Spiegel am 26. Juni 2021
- Anreißer: "Freundschaft!" Auch im Westen war die Freie Deutsche Jugend[wp] (FDJ) aktiv, bis die Bundesregierung vor 70 Jahren den kommunistischen Verband zerschlug - mit kuriosen Folgen bis heute.
- ↑ Die Europäische Union muss zerschlagen werden, RT Deutsch am 12. Dezember 2025
- Anreißer: Das Beste, was die Europäische Union zustande gebracht hat, ist das Schengener Abkommen[wp], das einst das Leben der einfachen Menschen erheblich erleichtert hat. Mehr aber auch nicht. Alles andere ist Leid und Katastrophe.
- ↑ Astrid Sigena: Die proeuropäische Jugendbewegung der 50er als Astroturf des US-Geheimdienstes, RT Deutsch am 31. Dezember 2025
- Anreißer: Vorgebliche Graswurzelbewegungen, hinter denen in Wirklichkeit Gelder aus dem Westen stecken, gibt es nicht erst seit den Farbrevolutionen und dem Maidan. In den 50er Jahren wurde auf diese Weise die europäische Einigung betrieben - mit Abgrenzung nach Osten.
Netzverweise
- Wikipedia führt einen Artikel über Farbrevolutionen
- Lucas Leiroz: EU preparing regime change in Hungary, infobrics.org am 14. August 2025
- Anreißer: Russian intelligence believes the European Commission is working to replace Viktor Orban.
- Deutsch: EU bereitet Regimewechsel in Ungarn vor
- Der russische Geheimdienst glaubt, dass die Europäische Kommission daran arbeitet, Viktor Orban zu ersetzen.
- Gert Ewen Ungar: Parlamentswahl in Georgien: Die Verachtung des Westens gegenüber der Demokratie, RT Deutsch am 28. Oktober 2024
- Anreißer: Georgien hat gewählt, aber leider das Falsche. Daher fordert der Westen eine Überprüfung der Wahl und befeuert die Proteste der Opposition. Er verdeutlicht damit seinen imperialistischen Charakter und zeigt seine tiefe Verachtung gegenüber der Demokratie und der Souveränität von Staaten.
- Parlamentswahlen in Georgien: Westliche Politiker besorgt über Sieg des "Georgischen Traums", RT Deutsch auf Odysee am 28. Oktober 2024
- Anreißer: Aus den Parlamentswahlen in Georgien ist am Samstag die Regierungspartei "Georgischer Traum"[wp] als stärkste Kraft hervorgegangen. Die Opposition und die georgische Präsidentin haben jedoch erklärt, dass sie die Wahlergebnisse nicht als legitim anerkennen. Anhänger der Opposition versammelten sich heute vor dem Parlamentsgebäude zu einer Kundgebung.
- Thomas Röper - Anti-Spiegel
- In der Slowakei wird der Versuch einer Farbrevolution erwartet, 23. Januar 2025
- Anreißer: In der Slowakei warnt die Regierung vor einem Putschversuch, einer sogenannten Farbrevolution, und hat für den 23. Januar den Sicherheitsrat des Landes einberufen. Was ist da los?
- Auszug: Der Kampf um die politische Deutungshoheit wird in Europa mit immer härteren Bandagen gekämpft. Der slowakische Ministerpräsident Fico, der sich gegen die Unterstützung der Ukraine und für bessere Beziehungen zu Russland einsetzt, wurde von einem radikal pro-ukrainischen Aktivisten beinahe erschossen, ohne dass das in Brüssel oder anderen europäischen Hauptstädten zu echten Protesten geführt hätte. Die westlichen Medien haben es so dargestellt, dass Fico quasi selbst Schuld sei, weil er das Attentat durch seine politischen Positionen quasi selbst provoziert habe.
- In Rumänien wurde sogar eine Präsidentschaftswahl für ungültig erklärt, weil es in der ersten Wahlrunde kein explizit proamerikanischer Kandidat in die entscheidende Stichwahl geschafft hat.
- Es ist also offensichtlich, dass das bestehende Establishment in Europa mit allen Mitteln kämpft und dass im politischen Diskurs in Europa keine Regeln mehr gelten. Vor diesem Hintergrund überraschen die aktuellen Meldungen aus der Slowakei nicht wirklich.
- Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat für den 23. Januar eine Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrates einberufen, da der slowakische Geheimdienst Informationen über einen drohenden Staatsstreich erhalten hat, an dem "ausländische Experten" beteiligt sein sollen, die Erfahrungen mit den Farbrevolutionen in Georgien und der Ukraine haben, berichtete das Portal Dennik N.
- Wie Fico betonte, sei er zu allem bereit, "aber das Land wird nicht gestürzt". Ihm zufolge sind ausländische "Spezialisten" bereits in der Slowakei eingetroffen. Er wies auf die Wahrscheinlichkeit von Versuchen hin, die legitime Regierung durch die Organisation von Straßenprotesten und die Besetzung von Verwaltungsgebäuden zu stürzen.
- Propaganda-Techniken: Wie der Spiegel die geplante Farbrevolution in Georgien unterstützt, 28. Oktober 2024
- Anreißer: Im Spiegel sind in 48 Stunden ganze acht Artikel über die Wahlen in Georgien erschienen. Damit bereitet der Spiegel den medialen Boden zur Unterstützung der versuchten Farbrevolution, die am Montagabend begann. Eine Analyse der Techniken der westlichen Propaganda.
- Auszug: Dass mir klar war, dass Georgien ab den Parlamentswahlen am 26. Oktober die westlichen Medien beherrschen würde, habe ich schon vor Monaten geschrieben. Und in der Woche vor den Wahlen in Georgien habe ich sehr häufig und detailliert über das Thema berichtet, um aufzuzeigen, dass das mediale Feuerwerk, das wir nun in westlichen Medien sehen, zu erwarten war.
- Wie wichtig den Geostrategen des Westens ein Land oder ein Thema ist, kann man daran erkennen, wie häufig die westlichen Medien darüber berichten. Mein "Gradmesser" ist seit Jahren der Spiegel und in den etwa 48 Stunden seit den georgischen Parlamentswahlen am Samstag sind beim Spiegel ganze acht Artikel veröffentlicht worden, die sich mit dem Thema beschäftigen.
- Und auch der Inhalt der Artikel war vorhersehbar, denn es war aus Umfragen klar, dass die Regierungspartei die Wahlen gewinnen würde. Da die Regierungspartei, die übrigens nach den Wahlen verkündet hat, dass die Integration Georgiens in die EU für sie in der kommenden Legislaturperiode oberste Priorität bleiben soll, dem Westen aber zu ungehorsam ist, weil sie sich gegen den Einfluss westlicher NGOs auf die georgische Politik wehrt, war es vorhersehbar, dass der Westen die ihm treu ergebene georgische Opposition dabei unterstützen würde, von Wahlbetrug zu sprechen und gegen das Wahlergebnis zu protestieren. Der Westen will die georgische Regierung stürzen und diese Operation hat nun begonnen.
- USA vs. Russland: In Georgien wird am Wochenende der Beginn einer Farbrevolution erwartet, 22. Oktober 2024
- Anreißer: Am Samstag stehen in Georgien Parlamentswahlen an, bei denen die Regierungspartei mit der absoluten Mehrheit rechnen kann. Da der Westen Georgien um jeden Preis in seiner Einflusssphäre halten will, dürfte es danach zu Protesten wegen angeblicher Wahlfälschung und dem Versuch einer Farbrevolution kommen.
- In der Slowakei wird der Versuch einer Farbrevolution erwartet, 23. Januar 2025
- Gert Ewen Ungar: Georgien, Belarus, Russland und Hongkong: Vom Ende der Farbrevolutionen, RT Deutsch am 6. Juni 2024
- Anreißer: Georgien hat sich widersetzt, ein Gericht in Hongkong hat die Putschisten von 2020[wp] verurteilt. Die weißrussische Putschistin Swetlana Tichanowskaja[wp] tingelt durch die EU, und Nawalny ist tot. Die Zeit der Farbrevolutionen ist vorbei, der Westen ist erschöpft. Eine gute Nachricht für die Demokratie.
- Georgien, Belarus, Russland und Hongkong: Vom Ende der Farbrevolutionen, RT Deutsch auf Odysee am 6. Juni 2024, 6:15 Min.